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11.12.2011

14:45 Uhr

Gesetzentwurf

Schröder will die Frauenquote - und zwar sofort

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will die ewige Debatte um eine Frauenquote mit einem Machtwort beenden. „Entweder es passiert gar nichts, weil wir uns streiten“, sagt Schröder. „Oder wir gehen meinen Weg.“

Kristina Schröder will die Debatte um ihren Gesetzentwurf endlich beenden. dpa

Kristina Schröder will die Debatte um ihren Gesetzentwurf endlich beenden.

BerlinWenige Tage vor der Präsentation einer parteiübergreifenden Initiative für mehr Frauen in Spitzenjobs hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) ein Ende der koalitionsinternen Debatte gefordert. Schwarz-Gelb stehe an einer Weggabelung, sagte Schröder dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel am Sonntag“. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast kritisierte die Äußerung der Ministerin.

„Entweder es passiert gar nichts, weil wir uns streiten“, sagte Schröder. „Oder wir gehen meinen Weg.“ Ihr Vorschlag einer gesetzlich vorgeschriebenen Selbstverpflichtung der Firmen sei angesichts widerstrebender Meinungen innerhalb der Koalition „der einzige, der eine Chance hat, in dieser Legislaturperiode durchzukommen“.

Nach Angaben Schröders sieht ihr Gesetzentwurf „sehr empfindliche Sanktionen“ für Firmen vor, welche die selbst gesetzte Quote verfehlen. Sie wolle das Gesetz „mit scharfen Schwertern“ ausstatten, sagte die Ministerin. „Wir reden hier von der Unwirksamkeit von Vorstandsbestellungen, von der Anfechtbarkeit der Wahl des Aufsichtsrates und von Millionenstrafen.“

Schröder wurde in der Debatte um die Frauenquote auch in der eigenen Partei ein zu nachgiebiger Kurs vorgeworfen. Ihre Parteikollegin, Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), befürwortete zum Beispiel eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent. Am Donnerstag will eine parteiübergreifende Gruppe weiblicher Abgeordneter ihre Initiative für Frauen in Führungspositionen vorstellen. Unter ihnen ist auch die CDU-Politikerin Rita Pawelski, die in den vergangenen Wochen gegen Schröders Kompromisskurs bei dem von der CSU geforderten Betreuungsgeld opponierte - eine Unterstützung für Eltern, die ihre Kinder nicht voll in der Kita betreuen lassen.

Kommentare (10)

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RD1

11.12.2011, 14:54 Uhr

Schröder dieses dumme Mädchen.
Wäre besser gewesen, wenn sie vor ihrer Politikerkarriere mal etwas gearbeitet hätte

Petra

11.12.2011, 15:01 Uhr

Keine Ahnung von Wirtschaft diese Frau!
Aber die Deutschen Firmenbosse haben auch keine Ahnung: Stellen die doch viel lieber teure Männer ein, als für die gleiche Arbeit viel billigere Frauen zu nehmen (Vorsicht: Ironie!)

svebes

11.12.2011, 15:02 Uhr

Bisschen sehr naiv - aber als Frau - ganz nett.
Sorry, konnte nicht anders.

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