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19.05.2013

10:06 Uhr

Gesetzesänderung

Mehr Rechte für ledige Väter

Künftig dürfen Väter das volle Sorgerecht für ihre Kinder ausüben. Zwar hat zunächst die Mutter das alleinige Recht, der Vater kann aber die Mitsorge beantragen. Im Zweifel ist auch das alleinige Sorgerecht möglich.

Ledige Väter können nun eine gemeinsame Sorge mit der Mutter einfacher und schneller durchsetzen. dpa

Ledige Väter können nun eine gemeinsame Sorge mit der Mutter einfacher und schneller durchsetzen.

BerlinUnverheiratete Väter dürfen künftig das volle Sorgerecht für ihre Kinder ausüben - notfalls auch gegen den Willen der Mutter. Eine entsprechende Gesetzesänderung ist am Sonntag in Kraft getreten. Danach hat zwar mit der Geburt zunächst die Mutter das alleinige Sorgerecht, der ledige Vater kann aber beim Familiengericht die Mitsorge beantragen.

Ein gemeinsames Sorgerecht mit der Mutter soll den Vätern nur dann verwehrt bleiben, wenn dadurch das Wohl des Kindes beeinträchtigt wäre. Möglich ist im Zweifel auch, dass dem Vater das alleinige Sorgerecht zugesprochen wird, selbst wenn die Mutter dagegen ist.

Das neue Sorgerecht ist eine Konsequenz aus mehreren Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Die Richter hatten die bisherige Begünstigung der Mütter gegenüber unehelichen Vätern beanstandet. Derzeit wird in Deutschland jedes dritte Kind von einer unverheirateten Mutter zur Welt gebracht.


Von

dpa

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

19.05.2013, 13:48 Uhr

Gerecht? Kann sein... Zum Wohl dess Kindes?

Das Kind würde dann ggf. in der Mitte zwischen getrennten Eltern stehen, die an ihm zerren?

Account gelöscht!

19.05.2013, 18:13 Uhr

Nein, es soll keienr zerren.
Aber was so manche Frauen heute treiben, ist schon haarsträubend. Die scheuen nicht mal davor zurück, ihre Männer des sexuellen Mißbrauchs der Kinder zu bezichtigen nur damit diesem das Umgangsrecht verwehrt wird. Aber sein Geld wollen sie
Richter hätten hier schon längst mal sagen müssen, dass diese Frauen nicht zum Wohl der Kinder agieren
Kinder wollen beide Eltern, das sit Fakt.
Ich verstehe diese Hetze vo Frauen nicht, man hat sich doch mal gemocht, sonst hätte man Kinder zusammen.
Gott sei Dank, haben wir bei unserer Trennung so was nicht gemacht.
Mein Mann zog aus, mein Sohn, damals 11, konnte zu ihm wann immer er gerade Lust hatte und hat ganze Nachmittage in der Firma von Papa verbracht, ihm geholfen, bei ihm Hausaufgaben gemacht und ich wußte ihn gut aufgehoben, bis ich abends von der Arbeit kam. Wenn gerade Ferien waren, ist er mitgefahren auf Geschäftsreisen und so war seine Welt in Ordnung
Geht alles, man muß es nur tun

prima

19.05.2013, 18:34 Uhr

Das Kind würde dann ggf. in der Mitte zwischen getrennten Eltern stehen, die an ihm zerren?

Das tut das Kind sowieso, ob Gezerre oder nicht. Als Frau finde ich dies ein sehr gutes Urteil. Männer haben ein Recht auf ihre Kinder und die Kinder haben ein Recht auf ihre Väter. Prima!
Dass dies in der Praxis schwierig sein kann, ist klar, wenn man betrogen wurde oder aber der/diejenige in einer Partnerschaft ist, der die Partnerschaft erhalten will. Doch sollte man deshalb die Kinder nicht zum Spielball machen. Die können am wenigsten dafür.

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