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08.11.2013

10:25 Uhr

Gesundheit

Zucker-Sondersteuer könnte Bundeshaushalt anfetten

Mexiko, Dänemark und Ungarn hatten sie schon eingeführt: Die Sondersteuer für fettige und zuckerhaltige Lebensmittel. Die Gesundheitspolitiker von CDU und SPD diskutieren über ein ähnliches Modell für Deutschland.

Zuckersüß, lecker – und bald teuer: SPD- und CDU-Gesundheitspolitiker erwägen, besonders zucker- und fetthaltige Leckereien extra zu besteuern. dpa

Zuckersüß, lecker – und bald teuer: SPD- und CDU-Gesundheitspolitiker erwägen, besonders zucker- und fetthaltige Leckereien extra zu besteuern.

BerlinGesundheitspolitiker von CDU und SPD haben nach einem Bericht des Portals „bild.de“ einen Risikoaufschlag für besonders zuckerhaltige Lebensmittel ins Gespräch gebracht.

Ein Aufschlag bei der Mehrwertsteuer auf fett- und zuckerreiche Produkte wie Chips, Fastfood und bestimmte Süßigkeiten könnte „eine gesundheitspolitisch wünschenswerte Veränderung der Essgewohnheiten bewirken“, zitierte „bild.de“ den SPD-Politiker Edgar Franke.

Er sprach sich deswegen für Lebensmittel mit mehr als 275 Kalorien je 100 Gramm für einen Aufschlag in Höhe des halben Mehrwertsteuersatzes für Nahrungsmittel aus.

„Ein Risikoaufschlag auf extrem kalorienreiche Nahrungsmittel könnte helfen, das Ernährungsbewusstsein zu schärfen“, zitierte „bild.de“ auch den CDU-Politiker Erwin Rüddel. Derzeit leiden laut dem Ernährungsbericht der Bundesregierung in Deutschland 67,1 Prozent der Männer und 52,9 Prozent der Frauen an Übergewicht.


Von

afp

Kommentare (51)

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Numismatiker

08.11.2013, 10:38 Uhr

"Ein Risikoaufschlag auf extrem kalorienreiche Nahrungsmittel könnte helfen, das Ernährungsbewusstsein zu schärfen“,..."

Nein, er hilft vor allem, die Steuereinnahmen zu erhöhen, damit die Koalitionswohltaten finanziert werden können.

(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Mitesser

08.11.2013, 11:08 Uhr

Im Grundsatz erscheint der Gedanke ja sinnvoll. Wenn ich mir meine Mitmenschen so anschaue, erweckt es durchaus den Eindruck, als würden wir uns immer mehr "amerikanisieren".
Nur frage ich mich schon:
Ist es dann sinnvoller die Nahrungsmittel mit nachweislich krebserregenden Süßstoffen zu süßen?
Aspartam, Acesulfam K, etc. lässt grüßen.
Treibe ich da nicht den Teufel mit dem Belzebub aus?
Ich befürchte, dass hier Fettleibigkeit mit seinen Folgekrankheiten durch Krebs ersetzt wird.

Des Weiteren frage ich mich, wo da Grenzen zu ziehen sind? Wieviel zucker ist erlaubt? Unterscheide ich zwischen Fruchtzucker und Traubenzucker?
Wird das Päckchen Zucker selber auch besteuert?

JJJ

08.11.2013, 11:12 Uhr

Immer noch mehr Steuern sind eine feine Sache.

Und die Dicken können eh nicht demonstrieren weil sie das zu sehr anstrengt.

Auf der anderen Seite hat die Geschichte gelehrt, dass Herrscher und Regierungen immer untergegangen sind wenn das Volk nichts mehr zum essen hatte.
Essen hat man auch dann nicht, wenn man es sich nicht mehr leisten kann.

Und Übrigens: wo sind jetzt hier die ganzen ATTAC-Schreihälse und die leider nie vergessenen 68-er Gutmenschen???


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