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09.04.2014

08:33 Uhr

Gesundheitsminister Gröhe

Krankenhäuser sollen Bettenanzahl reduzieren

Die Patientenzahlen in deutschen Krankenhäusern steigen – die Bettenauslastung hingegen nicht: Deswegen fordert Gesundheitsminister Gröhe den Abbau von 113.000 leerstehenden Klinikbetten.

Nur 77 Prozent der Bettenkapazitäten sind derzeit in den Kliniken ausgelastet. dpa

Nur 77 Prozent der Bettenkapazitäten sind derzeit in den Kliniken ausgelastet.

MünchenBundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Zahl der Krankenhausbetten in Deutschland reduzieren. Trotz steigender Patientenzahlen seien im Jahresdurchschnitt nur 77 Prozent der Kapazitäten in den Kliniken ausgelastet, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Das bedeute, dass von den rund 501.000 Klinikbetten etwa 113.000 leer stünden. Man müsse fragen, ob diese hohe Bettenzahl notwendig sei, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen. „Vielleicht ist ein Abbau oder eine Umwandlung überzähliger Betten sinnvoller“, sagte Gröhe.

Gröhe präzisierte im Gespräch mit der SZ auch die geplante Krankenhausreform. Dabei werde Qualität eine deutlich größere Rolle spielen als bislang. Der CDU-Politiker forderte die Krankenhäuser unter anderem auf, ihre Patienten umfassend und verständlich über die Qualität ihrer Leistungen zu informieren. „Die Menschen sollen die Informationen verstehen, ohne vorher ein Medizin- und Jurastudium absolvieren zu müssen.“

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Sechs Milliarden Euro - soviel will die Koalition den Beitragszahlern pro Jahr zusätzlich für bessere Altenpflege und Pflegevorsorge abnehmen. Nur wie die Mittel konkret verwendet werden, muss noch entschieden werden.

Aber auch beim Geld soll die Qualität künftig eine zentrale Rolle spielen. Laut Gröhe könnten durch Zu- und Abschläge gute Leistungen besser und schlechte Leistungen schlechter bezahlt werden. Zudem sollten Kliniken, die durch zusätzliche Anstrengungen bestrebt seien, ihre Qualität zu verbessern, mehr Geld erhalten. Zur Vorbereitung der Krankenhausreform soll sich eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe konstituieren, die - laut Koalitionsvertrag - bis Ende 2014 entsprechende Eckpunkte erarbeiten soll.

Von

afp

Kommentare (1)

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09.04.2014, 10:24 Uhr

Sehr vertrauenswürdig der Herr Gröhe der immer von SOLIDEN Staatsfinanzen sprach..... hoffentlich versteht er von dem was er jetzt erzählt mehr ....

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