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05.06.2011

11:12 Uhr

Gesundheitsminister in Sorge

Engpässe in Krankenhäusern durch Ehec-Infektionswelle

Die Zahl der Ehec-Fälle steigt weiter. Gesundheitsminister Bahr räumt Versorgungsengpässe bei Krankenhäusern ein. Die EU will Experten schicken, um die grassierende Infektion in Deutschland in den Griff zu bekommen.

Ein Fachkrankenpfleger überprüft am Mittwoch im Universitätsklinikum (UKE) Hamburg-Eppendorf auf der Intensivstation die Dialyse bei einem Patienten. Quelle: dpa

Ein Fachkrankenpfleger überprüft am Mittwoch im Universitätsklinikum (UKE) Hamburg-Eppendorf auf der Intensivstation die Dialyse bei einem Patienten.

Berlin/Lübeck

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat eingeräumt, dass durch den aggressiven Darmkeim Ehec in manchen Krankenhäusern Engpässe entstanden sind. "Bild am Sonntag" sagte Bahr, dass es in der Krankenversorgung eine angespannte Lage gebe. Bewältigen könne man dies damit, dass fehlende Kapazitäten - etwa in den Städten Hamburg und Bremen - durch freie Plätze in den umliegenden Krankenhäusern ausgeglichen würden, betonte der Minister.

Am Sonntag wolle er sich im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE), einen Überblick zur Versorgungslage von Ehec- und HUS-Patienten verschaffen. Im UKE werden zahlreiche an dem Darmkeim Erkrankte intensivmedizinisch versorgt. Für kommenden Mittwoch ist nach Informationen von "Bild am Sonntag" ein Ehec-Krisengipfel mit Bahr und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sowie mit den Fachministern der Länder vermutlich in Berlin geplant.

Für den neuen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr ist die Ehec-Infektion die erste große Bewährungsprobe. Quelle: dapd

Für den neuen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr ist die Ehec-Infektion die erste große Bewährungsprobe.

Unterdessen hat die EU-Kommission angekündigt, dass sie Deutschland bei der Suche nach dem Ehec-Ausbruchsort helfen will. EU-Gesundheitskommissar John Dalli bot an, EU-Experten zu schicken. Außerdem soll eine Ehec-Internetplattform bis Montag auf die Beine gestellt werden, über die Behörden gezielt Informationen austauschen können. Unter anderem sollen zudem Hinweise auf Behandlungsformen vom RKI ins Englische übersetzt und den EU-Staaten bereitgestellt werden. Der Ausbruch soll am Montag auch eines der Themen beim Treffen der EU-Gesundheitsminister in Luxemburg werden.

Das Restaurant Kartoffelkeller in Lübeck: Im Visier der Ermittler. Quelle: dapd

Das Restaurant Kartoffelkeller in Lübeck: Im Visier der Ermittler.

Bei der Fahndung nach dem aggressiven Darmkeim Ehec weist eine mögliche Spur nach Lübeck: Wie das ZDF berichtet, sind bei drei Gruppen, die im Restaurant "Kartoffelkeller" gegessen haben, später Ehec-Fälle aufgetreten. Das Lokal wurde von den Gesundheitsbehörden bereits untersucht - nach Angaben von Gastronom Joachim Berger jedoch ohne Befund. Die "Lübecker Nachrichten" berichteten, es könnten sich bis zu 17 Patienten in Bergers Lokal angesteckt haben. Nach Informationen des ZDF handelt es sich um eine dänische Reisegruppe, eine Gewerkschaftsgruppe sowie eine Familie. Aus der Gewerkschaftsgruppe sei eine Frau gestorben, zwei seien schwer erkrankt.

Kommentare (3)

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05.06.2011, 15:46 Uhr

Wenn die Gurke dreimal klingelt,ist es völlig anders zu werten, als würde es ein Auto sein.
Auch verrammelt man gerne die eigene Wohnung und dreht die Heizung ab. Todesmutig entblößt man die Brust und sagt, komm her du kleiner Schimmelpilz. Doch durch den Verkehr und am Schimmelpilz erkranken und sterben weitaus mehr Menschen als durch EHEC.

Die Produzenten beklagen die Verluste? Ja dann macht doch Gurken-Vodka und verkauft den an die Russen. Oder macht Biosprit und erzeugt Biostrom.
Und was jammern die Gastronomen? In NY wird zunehmend das Gemüse auf dem Dach oder im Hofgarten angebaut.
Bei uns aber, den Dichtern und Denkern, muß eine Fassade abgerissen werden, weil das Haus dem Ackerstaub nicht ausweichen kann.

http://bps-niedenstein.de/index.php

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05.06.2011, 15:46 Uhr

Wenn die Gurke dreimal klingelt,ist es völlig anders zu werten, als würde es ein Auto sein.
Auch verrammelt man gerne die eigene Wohnung und dreht die Heizung ab. Todesmutig entblößt man die Brust und sagt, komm her du kleiner Schimmelpilz. Doch durch den Verkehr und am Schimmelpilz erkranken und sterben weitaus mehr Menschen als durch EHEC.

Die Produzenten beklagen die Verluste? Ja dann macht doch Gurken-Vodka und verkauft den an die Russen. Oder macht Biosprit und erzeugt Biostrom.
Und was jammern die Gastronomen? In NY wird zunehmend das Gemüse auf dem Dach oder im Hofgarten angebaut.
Bei uns aber, den Dichtern und Denkern, muß eine Fassade abgerissen werden, weil das Haus dem Ackerstaub nicht ausweichen kann.

http://bps-niedenstein.de/index.php

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05.06.2011, 18:06 Uhr

Unser neuer Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr scheint mit der Neuwagenkonfiguration seines Dienstwagens (ja, die Alcantarasitze mit abgesetzter Doppelstepnaht sind toll!) endlich fertig zu sein und kann sich nun endlich in die Niederungen seines neuen Aufgabenbereichs begeben. Vielleicht hat man ihm auch endlich aus Reihen des politischen "Kompetenzteams" gesagt, dass er als GESUNDHEITsminister dummerweise einer vorher nicht erkannten Doppelbelastung unterliegt, da er ärgerlicher Weise auch für die Kranken zuständig ist. Gerne hätten wir ihm das erspart. Trotzdem: vielen Dank für die Kondolenzbesuche in Hamburger Krankenhäusern. Wir lieben Katastrophentourismus. Und auch ein Krisenstab wird mit der Bundes-Ilse jetzt nach 3 1/2 Wochen Müßiggang eingerichtet. Ob das wohl nötig tut - schließlich steht Pfingsten vor der Tür... Und ab Montag soll es eine EHEC-Internetplattform geben. Wichtigste Aufgabe: die englische Übersetzung unseres gesammelten Unwissens!

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