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12.01.2018

09:30 Uhr

Gesundheitspolitik

Krankenversicherung soll wieder paritätisch finanziert werden

Nach mehr als 24 Stunden Sondierungsgesprächen sind sich die Spitzen von Union und SPD nun einig – auch in puncto Krankenversicherung. Die soll in Zukunft wieder paritätisch finanziert werden.

Groko: Krankenversicherung soll paritätisch finanziert werden dpa

Krankenkassen

In Zukunft sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Gesamtbeitrag wieder je zur Hälfte tragen.

Berlin Die Spitzen von Union und SPD haben sich bei ihren Sondierungen auf eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung geeinigt. Demnach sollen die Beiträge wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Verhandlungskreisen erfuhr.

Seit 2015 setzt sich der Gesamtbeitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus einem festen allgemeinen Beitragssatz und einem flexiblen Zusatzbeitrag zusammen. Der feste Satz beträgt 14,6 Prozent und wird paritätisch finanziert, also je zur Hälfte von Arbeitgebern und von Arbeitnehmern. Die Zusatzbeiträge müssen die Versicherten alleine schultern.

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Mehr als 24 Stunden hat die letzte Sondierungsrunde gedauert – doch nun haben sich Parteichefs von Union und SPD geeinigt. Auf 28 Seiten Papier haben sie die Verhandlungsergebnisse zusammengefasst.

Diese Zusatzbeiträge legen die Krankenkassen individuell fest. Für 2018 wurde der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 1,1 Prozentpunkten auf 1,0 gesenkt. Der Gesamtbeitrag lag damit bei 15,6 Prozent. Die jeweilige Krankenkasse kann je nach eigener Finanzsituation darunter oder darüber liegen.

Der allgemeine Beitragssatz wurde bei 14,6 Prozent festgeschrieben, um die Arbeitgeber bei den Sozialabgaben zu entlasten. Die SPD hatte nun angesichts der guten Beschäftigungslage darauf gedrungen, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Gesamtbeitrag wieder je zur Hälfte tragen.

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Von

dpa

Kommentare (6)

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Frau Ursula Neumann

12.01.2018, 09:47 Uhr

Na das ist doch der erste große Wurf.
Damit dürfte das Thema Umbau der KV erledigt sein. Gut gemacht.

Herr Hans Klahrin

12.01.2018, 10:10 Uhr

Naja....gut ist, dass alle gesetzlich Versicherten profitieren. Mal ein Kompromiss, der wohl der breiten Masse hilft.

Herr Peter Spiegel

12.01.2018, 10:50 Uhr

Da jedes Jahr 220.000 Leute dazu kommen, wird die Kasse bestimmt preiswerter, insbesondere dann, wenn das Stützeamt die Kosten trägt.

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