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28.10.2014

13:44 Uhr

Gewalt-Exzesse in Köln

Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant

Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf.

Zu der Demonstration am Sonntag, die sich offiziell gegen radikal-islamische Salafisten richtete, waren rund 4.800 Hooligans und Neonazis nach Köln gereist. Bei Straßenschlachten wurden fast 50 Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos demoliert. dpa

Zu der Demonstration am Sonntag, die sich offiziell gegen radikal-islamische Salafisten richtete, waren rund 4.800 Hooligans und Neonazis nach Köln gereist. Bei Straßenschlachten wurden fast 50 Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos demoliert.

DüsseldorfDie Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet. Gestartet werden soll an der Hamburger Sternschanze. Das bestätigte die Polizei am Dienstag.

Der Mann, der die Demo angemeldet hat, ist der Polizei bislang nicht bekannt und wird auch nicht der Hooligan-Szene zugerechnet. Bei der Demonstration rechne der Anmelder mit 500 Teilnehmern, so ein Sprecher der Polizei. 

Im Internet haben jedoch schon mehrere Tausend Menschen ihre Teilnahme angekündigt: Bei Facebook laden zwei Gruppierungen zu einer Demo unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ ein. Rund 5000 Teilnehmer haben bereits zugesagt, weitere 50.000 sind eingeladen. Nähere Informationen zu dem „Event“ gibt es bei Facebook bislang nicht.

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In der Politik wird derweil die Frage diskutiert, ob und wie Veranstaltungen wie diese im Vorfeld verboten werden können. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht zwar keine Notwendigkeit für neue Gesetze. Es gebe aber gute Möglichkeiten, dass ähnliche Demonstrationen künftig von den Verwaltungsbehörden und den Gerichten untersagt würden.

„Wenn von vornherein klar ist, dass hier die Gewaltanwendung im Mittelpunkt steht und eigentlich die Politik nur ein Vehikel ist, um eine Massenschlägerei anzuzetteln, das übrigens mit Alkohol verbunden, dann sehe ich gute Chancen, dass die Verwaltungsbehörde ein Verbot ausspricht und dass das auch vor Gericht hält“, sagte der Minister am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

Kommentare (68)

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Herr Helmut Paulsen

28.10.2014, 14:00 Uhr

Bürger sind gegen Extremistengruppen die ungehindert reinkommen und für Einsätze benutzt werden.

Deutschland wird zur Rekrutierung missbraucht.

Politik duldet das auch noch.

Kommt zur Anti-Demo !

Horst Schmidt

28.10.2014, 14:06 Uhr

Ich würde auch zu einer Anti-Islamisten Demo gehen. Auch bin ich gegen jede Form der fundamentalen Auslegung des Koran. Warum veranstalten dennn keine Parteien diese demos ? Es geht doch um die Bewahrung unsrees GG ? Warum wird dieses Feld den Rechten überlassen ? Ist das Taktik, um gegen die Rechten vorgehen zu können oder nur Ignoranz des Problems "Islamismus". Diese Ignoranz könnte gewaltig schiefgehen, denn ich denke es gibt hundert Tausende rechtschaffene Bürger gegen den Iskamismus

Herr Ulrich Wahr

28.10.2014, 14:39 Uhr

An dieser Situation ist doch ganz alleine unsere untätige Regierung schuld. Die Salafisten können doch tun und lassen was sie wollen. Das verstehen auch viele Bürger nicht und werden so mit den Rechten symphatisieren. Es müßte viel strenger gegen diese Salafisten und ihre Unterstützer durchgegriffen werden, dann würde man den Rechten den Wind aus den Selegeln nehmen.

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