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08.10.2014

08:39 Uhr

Gewalt zwischen Kurden und Salafisten

Verletzte bei Ausschreitungen in Hamburg

Eine Demonstration in Hamburg eskaliert. Kurden und radikale Muslime gehen aufeinander los. Es gibt Verletzte. Ein Augenzeuge berichtet von „ausgesprochen gewalttätigen“ Szenen.

Polizeikräfte gehen gegen demonstrierende Kurden vor, nachdem diese in eine Straßenschlacht mit gewalttätigen Salafisten verwickelt waren. Verwendung weltweit

Polizeikräfte gehen gegen demonstrierende Kurden vor, nachdem diese in eine Straßenschlacht mit gewalttätigen Salafisten verwickelt waren.

HamburgBei Zusammenstößen zwischen Kurden und radikalen Muslimen sind in Hamburg nach Feuerwehrangaben acht Menschen verletzt worden. Etwa 400 Kurden hatten sich nach einer Demonstration gegen die Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Dienstagabend in der Nähe einer Moschee versammelt, wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch sagte. Dort stellten sich ihnen den Angaben zufolge etwa 400 radikale Muslime entgegen, nach Erkenntnissen der Polizei vermutlich Salafisten. Zwischen Mitgliedern der beiden Gruppen habe es „gewalttätige körperliche Auseinandersetzungen“ gegeben.

Ein dpa-Fotograf vor Ort berichtete in der Nacht, die Polizei habe die Zufahrtsstraßen zu der Moschee komplett abgesperrt. Einsatzwagen blockierten den Sichtkontakt zwischen den Gruppen. Dann hätten mit Metallstangen, Macheten und spitzen Gegenständen bewaffnete Salafisten Kurden angegriffen, die ebenfalls Waffen bei sich trugen. Die Lage sei „ausgesprochen gewalttätig“ gewesen.

So viel kostet ein Terroranschlag

Die exakten Kosten...

... ... für Anschläge von Terrororganisationen sind schwierig zu bestimmen, wurden jedoch gerade als Folge von 9/11 von den Ermittlungsbehörden taxiert.

500.000 US-Dollar...

... haben demnach die Anschläge vom 11. September gekostet. Es ist die höchste Summe, die soweit bekannt, jemals für einen Terrorangriff ausgegeben wurde. Bereitgestellt wurde das Geld durch Überweisungen.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung...

... aus Sicht der Islamisten ist dabei gerade nach 9/11 perfekt aufgegangen. Den 500.000 investierten Dollars stehen direkte Kosten des Sachschadens 15,5 Milliarden US-Dollar gegenüber plus weitere Milliarden Belastungen der Haushalte durch den „Kampf gegen den Terror“ und gesamtwirtschaftliche Kosten, etwa für Fluglinien und Versicherungen.

Die Bombenanschläge auf Bali...

... mit mehr als 200 Todesopfern im Oktober 2002 kosteten die Terroristen deutlich weniger. So wird die Summe, die dafür aufgewendet wurde, mit 50.000 Dollar taxiert.

Die Anschläge von Madrid...

... vom 11. März 2004 auf Nahverkehrszüge, bei denen 192 Menschen starben, werden mit maximal 15.000 Dollar angegeben.

Extrem niedrige Kosten...

... für die Islamisten verursachten die Anschläge auf die U-Bahn in London im Juli 2005 mit mehr als 30 Toten zur Rushhour am 7. Juli 2005. Die vier Bomben, vier Rucksäcke, Handys und Zugtickets kosteten die Terroristen höchstens 2000 Dollar.

Diese Mikrofinanzierung...

... des Terrors macht es so schwierig, die Finanzströme mit den üblichen Kontrollen aufzudecken und zu stoppen. Das zentrale Mittel dieser Organisationen sind die selbstmordbereiten Attentäter, für deren individuellen und kollektiven Deradikalisierung aus Sicht von Experten zu wenig getan wird.

Quelle

German Institute of Global and Area Studies/Konrad-Adenauer-Stiftung/eigene Recherche

Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Parteien zu trennen. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Der Einsatz dauerte bis zum frühen Morgen an.

Zuvor hatten etwa 500 Kurden in der Hamburger Innenstadt friedlich Solidarität mit den vom IS bedrängten Menschen in der umkämpften syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane gefordert. Anschließend blockierte aber eine Gruppe von etwa 80 Kurden für etwa eine Stunde bis gegen 18.00 Uhr mehrere Gleise am Hamburger Bahnhof.

Von

dpa

Kommentare (36)

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Herr Günther Schemutat

08.10.2014, 08:50 Uhr

Davor habe ich immer der rückwärts gerichteten Politik gewarnt. Irgendwann brechen Unrihen in Deutschland aus die sich ausbreiten werden.

Die
Kurden werden zur Ersatzpolizei und zeigen auf wie radikal dieses Land durch Salafisten und Isis Anhänger geworden ist.

Derweilen sitzen Merkel,Gabriel und Seehofer vermutlich beim Döner im Kanzleramt und verstehen die Welt nicht mehr.

Politiker die bis gestern denken sind abzuschaffen und der Doppelpass Sheriff Gabriel bekommt nun auch noch die Quittung
durch reisende Isis Banditen.

Herr Omarius M.

08.10.2014, 09:00 Uhr

ob nu n paar multikulti träumer wach werden ?

und hört auf mit dem US vergleich da ist platz genug und die verschieden "gruppen" mischen sich recht selten, jede hat ihre viertel...^^

huch das war nu wieder politisch unkorrekt

Herr Woifi Fischer

08.10.2014, 09:03 Uhr

Demo gegen IS, Kurden und Salafisten prügeln sich in Hamburg

Niemand hat das Recht die Gastfreundschaft in Deutschland zu Politischen Auseinandersetzungen zu missbrauchen.

Alle Gewalttätigen Demonstranten sofort des Landes zu verweisen.

Alternativlos.

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