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07.01.2004

14:16 Uhr

Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt hatte den größten Einbruch

IW-Institut: DGB verlor vier Millionen Mitglieder

Massiver Mitgliederverlust beim Deutschen Gewerkschaftsbund: Insgesamt hat der DGB von 1991 bis 2002 rund ein Drittel seiner Mitglieder verloren.

HB KÖLN. Nach der Wiedervereinigung seien rund 11,8 Mill. Menschen in einer Gewerkschaft organisiert gewesen, im Jahr 2002 aber nur noch 7,7 Mill., teilte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Mittwoch in Köln mit. Die Erhebung beruht auf Mitgliederangaben der einzelnen Gewerkschaften.

Den größten Verlust in diesem Zeitraum verzeichnet den Angaben zufolge mit rund 46 Prozent die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt auf knapp 490 000 Mitgliedern 2002. Es folgen die Gewerkschaft Transnet mit einem Minus von fast 44 Prozent auf 297 000 Beitragszahler und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit einem Rückgang um mehr als 43 Prozent auf 245 000 Mitglieder. Bei der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie liegt der Rückgang bei mehr als 41 Prozent auf 833 000 Organisierte.

Rund ein Viertel der Mitglieder haben laut IW die Gewerkschaften IG Metall (2,6 Mill.), die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi (2,7 Mill.) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (264 000) in diesem Zeitraum verloren. Den geringsten Schwund verzeichnete den Angaben zufolge die Gewerkschaft der Polizei mit einem Minus von 7,9 Prozent auf 185 000 Mitglieder.

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