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30.01.2004

07:50 Uhr

Gewerkschaft mit Verlauf zufrieden

Metaller setzen Warnstreiks fort

Zur früher Stunde bereits haben rund 3 000 Beschäftigte in Metall- und Elektrobetrieben in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Thüringen für kurze zeit ihre Arbeit niedergelegt.

HB HAMBURG. Im Laufe des Tages sind nach Gewerkschaftsangaben bundesweit weitere Aktionen geplant. Schwerpunkt ist Baden-Württemberg, wo mehr als 50 000 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall folgen wollen.

Bereits kurz nach Mitternacht ließen 300 Beschäftigte bei Stabilus in Koblenz die Arbeit für eine Stunde ruhen. Bei den Firmen Otis und Faurecia im niedersächsischen Stadthagen hätten sich rund 2 300 Metaller an den Aktionen beteiligt, sagte IG Metall-Sprecher Detlev Kunkel. „Wir sind sehr zufrieden, bisher sind rund 90 % unserem Aufruf gefolgt.“ Beim Autobauer Karmann in Osnabrück legten rund 300 Mitarbeiter der Nachtschicht die Arbeit kurzfristig nieder. Auch 150 Mitarbeiter des Siemens-Generatorenwerks Erfurt folgten dem Warnstreik-Aufruf der IG Metall.

Im Laufe des Tages soll es im Saarland, in Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und in Thüringen weitere Protestaktionen geben. Bereits am Donnerstag hatten sich rund 16 000 Arbeitnehmer in mehreren Bundesländern an den Warnstreiks beteiligt.

Mit ihren Protesten will die IG Metall in der laufenden Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft fordert für die knapp 3,5 Mill. Beschäftigten der Branche vier Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben bislang stufenweise Erhöhungen von je 1,2 % für 27 Monate angeboten. Daran ist allerdings die Möglichkeit geknüpft, die Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden die Woche zu verlängern - auch ohne Lohnausgleich.

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