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17.09.2012

14:44 Uhr

„Gezielte Provokation“

Regierung prüft Aufführungsverbot des Mohammed-Videos

Die Bundesregierung sieht gute Gründe gegen eine öffentliche Vorführung des Mohammed-Schmähfilms. Behörden prüfen auf eine mögliche Gefahr für die öffentlich Sicherheit. Dabei gehe es aber nicht um ein Verbot des Videos.

Proteste gegen den Schmähfilm wären auch in Deutschland möglich. dpa

Proteste gegen den Schmähfilm wären auch in Deutschland möglich.

BerlinDie Bundesregierung setzt darauf, dass die Vorführung des Mohammed-Schmähfilms in Deutschland aus Gründen der öffentlichen Sicherheit verboten wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Montag in Berlin, die Behörden müssten juristisch prüfen, ob eine Aufführung des Films die öffentliche Sicherheit erheblich stören könne. „Ich kann mir vorstellen, dass es dafür gute Gründe gibt“, sagte die CDU-Politikerin.

Innenminister Hans-Peter Friedrich sagte in Bonn, er hoffe, dass die Berliner Behörden ihre ordnungsrechtlichen Möglichkeiten ausschöpften, um gegen die Vorführung vorzugehen. „Es geht um die Frage der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Deutschland, aber auch um die Frage der guten internationalen Beziehungen auch in der arabischen Welt“, erklärte der CSU-Politiker. Die Vorführung des Videos könne als Provokation empfunden werden. Merkel wie Friedrich betonten, ihnen gehe es nicht um ein Verbot des Films insgesamt, sondern allein um die öffentliche Darbietung.

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Das Schmähvideo über den Propheten Mohammed hat eine Welle der Gewalt gegen westliche Einrichtungen in islamischen Staaten ausgelöst. Am Freitag brannte ein wütender Mob die deutsche Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum nieder. Auch US-Botschaften wurden angegriffen.

In Deutschland hat die rechtsextreme „Bürgerbewegung pro Deutschland“ angekündigt, das amateurhafte Video in Berlin in einem Kino zu zeigen. Das hat einen heftigen Streit darüber ausgelöst, ob die Vorführung des Schmähvideos verboten werden soll oder durch die Meinungsfreiheit gedeckt sei.

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Pro Deutschland hat Teile des islamfeindlichen Schmähvideo am Montag auf ihrer Internet-Seite veröffentlicht. Der Film war vorübergehend in mehr als einer Stunde Länge zu sehen. Zunächst behauptete die Partei, dabei handele es sich um die komplette Fassung. Dann sprach Pro-Deutschland-Chef Manfred Rouhs nur noch von einer „Zwischenfassung“, weshalb man den Film von der Seite wieder entfernt habe.

Nach Informationen von „tagesschau.de“ handelte es sich dabei um eine Aneinanderreihung von bereits bekannten Szenen. Dazu sei der bereits bekannte Trailer des Films mehrere Male aneinander geschnitten worden. Bundesgeschäftsführer Lars Seidensticker kündigte an, dass die geplante öffentliche Aufführung entweder am ersten oder am letzten November-Wochenende über die Bühne gehen soll. Falls man kein Kino finde, werde man sich in Berlin um andere „passende Räume“ bemühen.

Kommentare (15)

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SlingShot

17.09.2012, 15:06 Uhr

als naechstes wird es auch die Buecherverbrennung geben.

Account gelöscht!

17.09.2012, 15:57 Uhr

Die nächsten Schritte "unserer" Regierung:
1. Foren wie dieses werden verboten.
2. Merkel erhält automatisch bei jeder Wahl 99%
3. Morgens um 7.00 Uhr wird 10 Minuten ein Gebet für Frau Merkel gesprochen, dass sie ewig unsere Kanzlerin bleiben möge
4. Die Nationalhymne wird geändert: "God save our Angela"
(die Melodie wurde ja eh schon für die Kaiserhymne genutzt)
5. Zusätzliche 5% Soli zu Gunsten unserer Kanzlerin
6. Einführung des 11. Gebotes: Du sollst keine Götter haben neben Deiner Kanzlerin
7. Wiedereinführung der Staatsbezeichnung "DDR"

Account gelöscht!

17.09.2012, 16:22 Uhr

Lächerlich.

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