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25.06.2015

08:13 Uhr

GfK-Index zum Konsumklima

Griechenland drückt die Stimmung

Das Tauziehen um den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone dämpft die Verbraucherstimmung in Deutschland. Im Juni schätzten die Bürger besonders die Konjunkturentwicklung deutlich zurückhaltender ein als im Vormonat.

GfK-Index

Möglicher Grexit drückt deutsche Konsumlaune

GfK-Index: Möglicher Grexit drückt deutsche Konsumlaune

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Die Schuldenkrise um Griechenland trübt die gute Stimmung der deutschen Verbraucher. Das Barometer für das Konsumklima im Juli sank überraschend um 0,1 auf 10,1 Punkte, wie die Nürnberger GfK-Marktforscher am Donnerstag mitteilten. Das ist das erste Rückgang seit Oktober 2014.

Experten hatten mit einer Stagnation auf dem Niveau des Vormonats gerechnet. Das Szenario einer Pleite und eines Euro-Austritts Griechenlands verunsichert die Konsumenten nach Ansicht von GfK-Experte Rolf Bürkl: "Weil die Folgen eines Ausstiegs derzeit nicht absehbar sind, schätzen sie die Konjunkturaussichten weniger optimistisch ein."

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Die Gläubiger hatten Athen ein Ultimatum gesetzt – und Premier Tsipras hat es offenbar eingehalten. Doch seinen Reformvorschlag bekommt er mit ganz viel Rot zurück. Eine Einigung war unmöglich – Fortsetzung am Samstag.

Das Barometer für die Konjunkturerwartung sackte im Juni um 13,4 auf 24,9 Punkte ab. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Januar gemessen. Dennoch sehen die Konsumenten ihre künftige finanzielle Lage bisher nicht durch eine mögliche Insolvenz Griechenlands bedroht. Im Gegenteil: Der entsprechende Indikator verzeichnete ein Plus von 5,2 Zählern und stieg auf 57,2 Punkte. Dies ist ein neuer Höchstwert seit der Wiedervereinigung. Für die Verbraucher stehen laut der GfK-Umfrage im Moment die gute Arbeitsmarktlage sowie die aus ihrer Sicht erfreulichen Tarifverhandlungen im Vordergrund.

Dennoch sind sie weniger bereit, sich Autos, Möbel oder anderer teure Güter anzuschaffen. Das entsprechende Barometer verliert 5,6 Zähler und weist nun 57,0 Punkte auf. "Der Trend weist momentan leicht nach unten. Das Niveau ist jedoch nach wie vor sehr hoch", sagte GfK-Experte Bürkl. Die gute Kauflaune lässt im Einzelhandel die Kassen klingeln. Laut Statistischem Bundesamtes stiegen die realen Umsätze in den ersten vier Monaten um etwa drei Prozent.

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