Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2011

10:25 Uhr

Gipfel geplant

Schröder befeuert Wettlauf um die beste Frauenquote

Die Bundesregierung will rasch eine Frauenquote für Führungsgremien der deutschen Wirtschaft durchsetzen. Doch im Detail sind sich Arbeitsministerin von der Leyen und Familienministerin Schröder uneins: Verbindliche oder flexible Quote? Beide Christdemokratinnen beharren auf ihren Positionen – und Schröder geht schon den nächsten Schritt.

Kristina Schröder heizt den Streit um die Frauenquote an. DAPD

Kristina Schröder heizt den Streit um die Frauenquote an.

HB BERLIN. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will ihre umstrittenen Pläne für eine flexible Frauenquote mit Spitzenmanagern abstimmen. „Wir planen, im März Vorstände von deutschen Unternehmen einzuladen und mit ihnen das zu diskutieren“, sagte Schröder am Montag in der ARD. Die Konzerne könnten dabei auch noch ihre Ideen einbringen, wie der Frauenanteil in Chefetagen erhöht werden könnte.

Zugleich verteidigte Schröder ihren Vorschlag für eine flexible Frauenquote im Rahmen einer gesetzlichen Regelung: „Meine Lösung ist wirklich eine marktwirtschaftliche Lösung, eine Lösung, die auf den Wettbewerb zwischen den Unternehmen setzt und eben keine staatliche Einheitsquote quer über alle Branchen hinweg.“

In der Koalition ist eine gesetzliche Frauenquote höchst umstritten: FDP-Generalsekretär Christian Lindner und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnen eine Regelung ab. Dagegen plädierte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Wochenende für eine gesetzliche Regelung noch in diesem Jahr. Demnach soll eine 30-Prozent-Mindest-Quote für Männer und Frauen gleichermaßen eingeführt werden, was über Schröders Pläne hinausgeht.

Zu den konkurrierenden Initiativen innerhalb der Koalition sagte Schröder: „Es ist durchaus normal, dass es da noch andere Vorschläge gibt. Aber jetzt wollen wir doch mal sehen, was am Ende dabei rauskommt.

Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, sieht die aus der CDU geforderte Einführung einer gesetzlichen Frauenquote kritisch. Entscheidend werde letztlich sein, wie durch die aktuelle Debatte in den Unternehmen die bestehenden Strukturen „geöffnet und gelüftet“ würden, sagte Hüther Handelsblatt Online. „Richtig ist in jedem Fall, dass Wettbewerbsdruck am effektivsten den gesellschaftlichen Wandel befördert“, fügte er mit Blick auf Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hinzu. „Sollte hinten raus dann aber doch die gesetzliche allgemeine Quote drohen, weil nicht jeder sein Zwei-Jahres-Ziel erreicht, dann wäre größte Vorsicht geboten. Und eine Veröffentlichungspflicht für politisch erwünschte personalwirtschaftliche Kennzahlen geht eigentlich gar nicht“, so Hüther.

Kommentare (15)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Alle Unternehmer sind dumm!

31.01.2011, 11:42 Uhr

Alle Unternehmer die Männer beschäftigen sind dumm! Scheinbar gibt es genug Frauen, welche die gleiche Arbeit für weniger Geld machen!
Einfach mal darüber nachdenken und nicht nur blind den frauengepowerten Mainstream nachplappern!

licht der aufrechten

31.01.2011, 12:04 Uhr

ich kann über die Alte KKK CDU Partei nur lachen.
Würden die eine Frauenquote im öffentlichen Dienst
einführen wäre es vorbei mit Korruption Fetternwitschaft Vorteilsnahme im Amt und Veruntreuung von öffentlichem Eigentum.

WARME LUFT UND SONST NICHTS

31.01.2011, 12:06 Uhr

Wir stimmen uns mit den Spitzenmanagern der Wirtschaft ab. Na wenigstens ist dann eine Frau am Tisch!!!
Frau Schröder holt sich also die Anweisungen der Lobby!
T O L L !
Viel Wind um nichts, das ist Politik im Stile der CDU!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×