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27.04.2011

09:29 Uhr

Gleichbehandlung

Grüner gegen Rentenvorteile für Ostdeutsche

Der Rentenexperte der Grünen, Wolfgang Strengmann-Kuhn, will ost- und westdeutsche Arbeitnehmer in der Rentenversicherung künftig gleich behandeln. Damit könnten die Renten für Ostdeutsche sinken.

Für Ostrentner sollen die Renten sinken, fordert der Rentenexperte der Grünen. Quelle: ap

Für Ostrentner sollen die Renten sinken, fordert der Rentenexperte der Grünen.

BerlinDer Rentenexperte der Grünen im Bundestag, Wolfgang Strengmann-Kuhn, ist gegen die Vorteile für Arbeitnehmer in Ostdeutschland bei der Rente. In der „BILD“-Zeitung sprach er sich für eine baldige Angleichung des Rentenrechts in Ost und West und eine Abschaffung der Höherwertung der Löhne bei der Rentenberechnung aus. „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, die Arbeitnehmer bei der Rente gleich zu behandeln“, sagte Strengmann-Kuhn.

Renten-Vorteile für Ost-Arbeitnehmer wegen der niedrigeren Löhne seien „nicht mehr zeitgemäß“. „Es gibt auch keinen Ausgleich für Lohndifferenzen zwischen Schleswig-Holstein und Bayern.“ Seit der Wiedervereinigung werden die Ost-Löhne bei der Rentenanwartschaften künstlich hochgewertet. Dadurch erhält ein Beschäftigter im Osten bei gleichem Lohn bis zu fünf Prozent mehr Rente pro Jahr als im Westen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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kritiker

27.04.2011, 10:18 Uhr

So etwas nennt sich Rentenexperte? Dann wundert mich wirklich gar nichts mehr!

Account gelöscht!

27.04.2011, 11:43 Uhr

Gleichbehandlung JA, aber dann für alle. Warum erhalten Arbeitnehmer im Osten Deutschlands weniger Lohn? Was passiert eigentlich, wenn der erste im Osten Deutschlands geborenen Arbeitnehmer, dessen Eltern im Rahmen des Aufbau Ost in den Osten Deutschlands gezogen sind, jetzt im Osten deutschlands weniger verdient, als die im Westen. Was mag ein Richter diesem Menschen wohl heute erklären (Pech, dass seine Eltern in den Osten gegangen sind?)?
Der grünen Experte hat leider nicht berücksichtigt, dass die Rentner im Osten Deutschland deshalb mehr Rentenanspruch haben, weil sie auch länger gearbeitet haben. Erstens haben Männer und Frauen gearbeitet, zweitens war díe Arbeitszeit auch länger als im Westen Deutschlands. Also erst nachdenken und Informieren, dann als EXPERTE eine Meinung bilden und dann in die Öffentlichkeit gehen.
Übrigens, ob der Experte den Ost- und Westdeutschen auch noch gleiche Rentenansprüche zubilligt, wenn diejenigen Ostdeutesche in Rente gehen, die im Rahmen der Wiedervereinigung ihre Arbeit verloren haben und als Langzeitarbeitslose keinen Job mehr bekommen haben, das würde mich sehr interessieren.

K.Schulze, Gera

MikeM

27.04.2011, 11:57 Uhr

Ihre Argumentation hat einen entscheidenden Fehler: Die "Rentner im Osten" haben vor der Wende gar nichts in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt, werden aber trotzdem versorgt! Vor diesem Hintergrund ist m.E. durchaus ein wenig Zurückhaltung bei der Forderung nach höheren Ost-Renten geboten.

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