Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.10.2011

20:22 Uhr

„Goldener Handschlag“

Eine Milliarde für Bundeswehr-Personalumbau

Gut eine Milliarde soll der Personalumbau der Bundeswehr kosten. Der Bundeswehrverband begrüßt die Pläne von Minister de Maizière. Kritik gab es von den Grünen.

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (Mitte) bei einem Afghanistan-Besuch. Bis 2017 soll nach Plänen des Ministers der Personalumbau der Bundeswehr abgeschlossen sein. dapd

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (Mitte) bei einem Afghanistan-Besuch. Bis 2017 soll nach Plänen des Ministers der Personalumbau der Bundeswehr abgeschlossen sein.

BerlinDer Personalabbau der Bundeswehr auf maximal 185.000 Mann soll nach Vorstellung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière bis 2017 abgeschlossen sein. Dafür soll ein Maßnahmenpaket sorgen, das der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin vorstellte. Vorgesehen ist neben steuerfreien Einmalzahlungen von 5.000 Euro pro Dienstjahr auch ein „goldener Handschlag“ für Soldaten ab dem 50. Lebensjahr, wenn sie früher als geplant die Streitkräfte freiwillig verlassen. Während der Bundeswehrverband den Vorstoß begrüßte, forderten die Grünen ein generelles Nachdenken über bewaffnete Auslandseinsätze.

Voraussetzung für ein vorzeitiges Ausscheiden ist die Zustimmung des Dienstherren. Damit soll verhindert werden, dass Hochqualifizierte die Bundeswehr vorzeitig verlassen, machte de Maizière deutlich. Im Gegenteil: Bei Mangelberufen will das Verteidigungsministerium zusätzliche Prämien zahlen, um mit der Privatwirtschaft konkurrenzfähig zu sein. Diese können durchaus mehrere Zehntausend Euro pro Person umfassen, hieß es.

Personalabbau mit Augenmaß

Die Bundeswehr mit derzeit knapp 200.000 aktiven Soldaten soll auf 170.000 Zeit- und Berufssoldaten sowie bis zu 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende schrumpfen. Hinzu kommen 55.000 Zivilangestellte. Diese Reduzierung soll vor allem durch geringere Neueinstellungen erreicht werden. Dennoch wird mit etwa 9.200 Berufssoldaten gerechnet, die bis 2017 die Bundeswehr verlassen müssen. Hinzu kommen 3.000 Beamte. Für diese Fälle sind zusätzliche Anreize zum vorzeitigen Ausstieg geplant.

Der Minister betonte, es gehe um weniger Stäbe und mehr einsatzfähige Verbände. Das heiße eben nicht primär Personalabbau, sondern sollte als „Dreiklang aus Aufbau, Umbau und Abbau“ begriffen werden. Bis Jahresende solle jeder Soldat, der nicht mehr benötigt werde, wissen, wie es mit ihm weitergeht. Schließlich würden künftig mehr längerdienende Mannschaftsdienstgrade, aber weniger Stabssoldaten gebraucht. Über die künftige Zahl der Generäle machte er keine Angaben.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.10.2011, 22:18 Uhr

Die 3.Bw-Personalfrühpensionierung bei gleichzeitig unveraendert anhaltendem Führungswasserkopf, sprich "General-Auslastung". "Die Centurios spinnen....."
Macht denen mal Hammelbeine. So wie von uns in der Beamtenfrage Griechenlands eingefordert. Da herrscht ja die gleiche, kranke "Besitzstandswahrungsdenke" vor.

karlosdallos

18.10.2011, 22:47 Uhr

35 000 in Pension, halbe Milliatrde PRO JAHR

für 40 - 50 Jährige

also 40 - 50 Jahre lang.

Account gelöscht!

18.10.2011, 23:10 Uhr

Schön langsam: was war mit den Postlern und den Leuten der Bahn? Was war mit dem Ministerialsocken in Bonn, die HEUTE noch jeden Tag nach Berlin fliegen? Dann bitte alle über einen Kamm scheren!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×