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11.01.2008

08:46 Uhr

Grenzen zu Polen und Tschechien

Illegale Einreise nach Deutschland nimmt zu

Die illegale Einreise von Ausländern nach Deutschland hat seit dem Wegfall der Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien nach Zeitungsberichten zugenommen. Das hätten stichprobenartigen Kontrollen ergeben.

HB BERLIN. Bei den Kontrollen an der deutschen Ostgrenze seien zwischen dem 21. Dezember und dem 7. Januar 614 illegale Einwanderer gefasst worden, berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf interne Zahlen der Bundespolizei. Im gesamten ersten Halbjahr 2007, also vor der Erweiterung des Schengen-Raumes, seien an der 1253 Kilometer langen deutschen Ostgrenze nur 484 Illegale aufgegriffen worden.

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, dass zwischen dem 21. Dezember und dem 2. Januar 330 Fälle registriert worden seien, in denen Menschen versucht hätten, aus Polen und Tschechien illegal nach Deutschland einzureisen. Das habe das Bundesinnenministerium bestätigt.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, sagte der Zeitung: „Es ist das eingetreten, was wir befürchtet haben.“ Nun müsse gegengesteuert werden, um die Menschen vor illegaler Einwanderung zu schützen. Laut „Bild“-Zeitung gegen Polizei-Experten davon aus, dass die Dunkelziffer sogar zehnmal so hoch liegt. Denn nur jedes 2000. Auto werde kontrolliert.

Das Schengen-Abkommen gilt inzwischen in 22 EU-Staaten sowie in Island und Norwegen. Neben den beiden deutschen Nachbarn Polen und Tschechien sind seit vergangenem Monat auch Malta, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Slowenien und die Slowakei neu dabei. Überall dort können Touristen und Geschäftsleute nun ohne Ausweiskontrollen ein- und ausreisen. Allerdings gilt für Flugreisen noch eine Übergangsfrist bis Ende März.

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