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19.11.2012

11:19 Uhr

Griechenland

Bouffier hält Schuldenschnitt für unausweichlich

Hessens Ministerpräsident rechnet fest mit einem weiteren Schuldenschnitt für Griechenland. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle drückt sich verkausulierter aus: „Ich glaube, kurzfristig steht das nicht“, sagte er.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zum Schuldenschnitt: „Auf Dauer wird man daran nicht vorbeikommen.“ dapd

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zum Schuldenschnitt: „Auf Dauer wird man daran nicht vorbeikommen.“

BerlinHessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland als unausweichlich bezeichnet. „Ich glaube, auf Dauer wird man daran nicht vorbeikommen“, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende am Montag in Berlin vor einer Präsidiumssitzung seiner Partei. „Es wird am Schluss so sein, dass wir einen Beitrag leisten müssen.“ Wie dieser dann aussehe, müsse man dann sehen.

Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle vermied es am Montag, einen Schuldenschnitt auszuschließen. „Ich glaube, kurzfristig steht das nicht an“, sagte er. Griechenland müsse nachvollziehbar seine Schuldentragfähigkeit unter Beweis stellen. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sagte: „Ich halte es im Augenblick nicht für nötig, ich halte es schon gar nicht für sinnvoll.“

Widerspruch kam von CDU-Präsidiumsmitglied Philipp Mißfelder. „Man kann nicht Verluste abschreiben, wenn man rechtlich selber bürgt“, sagte er. Dieser Haltung des Bundesfinanzministeriums schließe er sich an. Die Euro-Finanzminister wollen am Dienstag über weitere Finanzhilfen für das hochverschuldete Griechenland entscheiden. Dabei wurde etwa vom IWF auch ein Forderungsverzicht der öffentlichen Geldgeber ins Gespräch gebracht.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Sarina

19.11.2012, 12:08 Uhr

Der Bouffier mit den grellblondierten Haaren hat sicher recht, ...... wenn er mit seinen Absichten nach einem dritten (und sicher auch vierten, fünften ....) Schuldenschnitt das Vertrauen in den Euro engültig zerstören möchte. Klein Erna würde sicher eher dafür plädieren, die maßlosen Griechen endlich pleitegehen zu lassen, als den gesamten Währungsraum zu zerstören. Aber Bouffier ist halt nicht Klein Erna.

Account gelöscht!

19.11.2012, 12:30 Uhr


Kommt jetzt jeder "unkundiger Landeslouis" aus seinem Parteiloch ?
Dass Schuldenschnitte kommen, weiss hier jeder Forumsdepp.

Dazu brauch ich wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss aus der so transferfleissigen Kanther-Taunus-Koch-Clique ( mit besten Beziehungen zu Offshoreinvestitionen aller Art ).

Bouffi, erzähl uns Lämmer doch mal, wie viele Schnitte kommen noch aufn Tisch ? Jung, er hat schlichtweg von Europa-Ist-zustand keinen blassen Schimmer.

Die offenbar gleichgesinnte potentielle Koalition Grün-Schwarz schlittert gemächlich ins Tal der Ahnungslosen.

Am Eingang stehen winkende SPDler mit "Eurobonds Gierlanten" und krönen feierlich im jungfräulichen Kleide unsere Delphimaids Claudia und Angela.

Partei-Argonauten wie Bouffi recken tapfer die Schwerter zum letzten Minister-Eurokrampf..

Bouffi, zwischen dem Euro-Gegacker bunter Grünvögel und dem scharzer Raben liegt hörbar wenig Unterschied.
Ob es an der Paarung liegt ?

Account gelöscht!

19.11.2012, 12:36 Uhr

Seit wann ist Buffier Kredit- und Griechenland-Experte. Zugegeben, mit unserem EU-Energiekommissar Öttinger kann er sicherlich mithalten.
Griechenland sitzt auf enormen Gasmengen, so wie auch das gesamte östliche Mittelmeer entlang von Tunesien, Libyen, Ägypten, Gaza, Israel, Libanon, Syrien, Türkei. Wenn man diese Perlen aufreiht, dann sollte einem im Hinblick auf die Geschehnisse des "arabischen Frühlings", der Aggressivität der Türkei, den Gazavorgängen und dem plötzlichen Interesse des Westens an den Menschenrechten in Libyen und Syrien ein Lichtlein aufgehen.
Hier ist der Artikel-Link:
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-28152/erdgas-und-rohstoffe-sitzen-die-griechen-auf-immensen-reichtuemern_aid_862431.html
Geplant ist im Fall Griechenlands vermutlich, jetzt einen Schuldenschnitt auf Kosten des Steuerzahlers durchzuführen und danach in Ruhe die Verträge zur Ausbeutung der Rohstoffe zwischen den anglo-amerikanischen Energiekonzerne (und Israel) und den griechischen Politclans zu schließen.

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