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25.07.2012

16:47 Uhr

Griechenland-Debatte

FDP stellt sich hinter Rösler

Führende Liberale haben ihren Parteichef nach den strittigen Aussagen zu einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone in Schutz genommen. Rösler habe angesprochen, was alle wüssten.

Der FDP-Chef Philipp Rösler bekommt Rückendeckung aus der eigenen Partei. dpa

Der FDP-Chef Philipp Rösler bekommt Rückendeckung aus der eigenen Partei.

BerlinDemonstrative Rückendeckung für Philipp Rösler aus der FDP: Führende Liberale haben den Bundeswirtschaftsminister und FDP-Vorsitzenden gegen den Vorwurf in Schutz genommen, die Rettung Griechenlands mit seinen Spekulationen über einen Euro-Austritt des Landes zu untergraben. Rösler habe nur ausgesprochen, was alle wüssten, nämlich dass es so nicht weitergehen könne, sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle am Mittwoch im ZDF.

„Der Schlüssel zur Lösung der Probleme liegt nicht in Berlin, der liegt in Athen. Die Griechen sind am Zuge, und das muss auch ein deutscher Minister klar aussprechen dürfen“, betonte Brüderle. Auch die liberalen Wirtschaftsminister Niedersachsens, Sachsens, Bayerns und Hessens stellten sich in einer Telefonkonferenz hinter die umstrittenen Äußerungen Röslers und verlangten, Griechenland müsse seine Reformzusagen unbedingt erfüllen.

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Der Bundeswirtschaftsminister hatte sich am Sonntag in der ARD „mehr als skeptisch“ gezeigt, dass Griechenland die Reformauflagen erfüllen könne und erklärt, für ihn habe ein Austritt des Landes aus der Eurozone „längst seinen Schrecken verloren“. Das war nicht nur bei der deutschen Opposition, sondern auch bei Ministerpräsident Antonis Samaras in Griechenland auf Empörung gestoßen.

Rösler versicherte: „Über die Zukunft Griechenlands entscheidet Griechenland selbst. Unser Prinzip bleibt: keine Leistung ohne Gegenleistung“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Von der Kritik und seinen schlechten Persönlichkeitswerten zeigte er sich unbeeindruckt. „Ich bin von unserem Kurs felsenfest überzeugt.“

Kritik kommt aber auch aus der CDU. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht warf Rösler parteitaktischen Populismus vor. „Herr Rösler spricht da offenkundig als Vorsitzender einer Partei, die immer noch um ihr Überleben kämpft“, sagte die CDU-Landeschefin der „Thüringer Allgemeinen“ (Mittwoch).

Von

dpa

Kommentare (7)

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DrCoaleonesErbengemeinschaft

25.07.2012, 17:07 Uhr

Na klar Lloyds, wer will schon als Domino gerne alleine fallen? Alles wie gehabt, selten wie immer und wenn es dann doch noch sein darf, daß Politik für das "Volk" herbeigeredet wird, da wird nicht nur Rösler grantig. Ein Furz muß niemaden in einer Schlange umwerfen. Wetten, die weiß, wie es besser funktioniert. Fragt mal Frau Merkel, die weiß bescheit. Bechsdens und Guidoh weiß das auch. Wer zuerst geht, kommt selten wieder. Geübte Blockade.

Stony

25.07.2012, 17:37 Uhr

Es reicht jetzt. Griechenland hat sich seinerzeit den Beitritt zur Euro-Zone durch Lügen und Betrug erschwindelt. Aber statt auf einen Austritt Griechenlands zu warten (oder zu hoffen - je nach dem) sollte Deutschland lieber das Heft des Handelns in die Hand nehmen uns seinerseits aus dem Euro austreten. Dann ist der Spuk endlich - wenn auch mit Friktionen - vorbei.

golfer

25.07.2012, 17:39 Uhr

an die Führungsspitze der FDP: lassen Sie sich nicht beirren, sagen Sie dem Volk, die Wahrheit und vor allen Dingen: stoppen Sie den EURO-Wahnsinn; seien Sie jetzt mutig und Sie werden die Bundestagswahl haushoch gewinnen; das schreibt Ihnen eine Person, die 40 Jahre CDU gewählt hat,die CDU und alle anderen Parteien haben fertig!!!Sie, die FDP haben jetzt die große Chance den Willen des Bundesbürgers auch parlamentarisch umzusetzen.

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