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03.12.2012

08:14 Uhr

Griechenland-Frage

Seehofer stellt sich gegen Merkel

Horst Seehofer lehnt einen Schuldenschnitt für Griechenland kategorisch ab. Mit seinem Nein widerspricht der CSU-Chef ein weiteres Mal Angela Merkel. Die Kanzlerin war in der Frage eines Schuldenschnitts umgeschwenkt.

Horst Seehofer widerspricht Merkels Krisenpolitik in Europa häufiger. dapd

Horst Seehofer widerspricht Merkels Krisenpolitik in Europa häufiger.

PassauCSU-Chef Horst Seehofer schließt einen Schuldenschnitt für das von der Staatspleite bedrohte Griechenland weiter aus und stellt sich damit in Gegensatz zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Ein Schuldenschnitt "wäre die völlig falsche Antwort", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Passauer Neuen Presse". "Wer soll noch mit Nachdruck sparen und reformieren, wenn er sich darauf verlassen kann, dass Schulden erlassen werden?"

Seehofer lehnte ein von Merkel (CDU) angedeutetes Umschwenken in der Frage des Schuldenschnitts ab. "Das ist für mich ein Punkt, den die CSU nicht mitmachen kann."

Griechenland: Merkel schließt Schuldenschnitt nicht aus

Griechenland

Merkel schließt Schuldenschnitt nicht aus

Die Bundeskanzlerin stellt Griechenland einen Schuldenschnitt der öffentlichen Gläubiger in Aussicht, sobald das Krisenland keine neuen Schulden mehr macht. Das könnte im günstigsten Fall in wenigen Jahren der Fall sein.

Merkel hatte am Wochenende einen Schuldenschnitt für Griechenland in den kommenden Jahren nicht mehr ausgeschlossen. "Wenn Griechenland eines Tages wieder mit seinen Einnahmen auskommt, ohne neue Schulden aufzunehmen, dann müssen wir die Lage anschauen und bewerten", sagte die Kanzlerin der "Bild am Sonntag". Dies sei aber "nicht vor 2014/15 der Fall, wenn alles nach Plan läuft".

Über einen Schuldenschnitt für Griechenland wird in der Eurozone heftig diskutiert. Befürworter argumentieren damit, dass Athen nur durch eine solche Maßnahme wieder auf die Beine kommen könne. Zu den vehementen Gegnern zählte bisher die Bundesregierung.

Von

afp

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

03.12.2012, 08:39 Uhr

Wie wir unseren Horst kennen, fällt die CSU in spätestens 3 Tagen wieder um.
Die roten Linien, die diese Partei schon überschritten hat, kann keiner mehr zählen. Für die heilige Euro-Schulden-Union hat die CSU noch immer alles abgenickt.
Aber vielleicht fallen ja doch ein paar dumme Wähler auf die Sprüche herein.

Account gelöscht!

03.12.2012, 08:53 Uhr


Wahltaktisches Dummgeplänkel.

Der Schuldenschnitt kommt. Dass allerdings unsere Dummdöddels von Politiker Zeiträume angegeben, ist schon erschreckend. Griechenland macht so weiter wie bisher, von einer grundlegenden Beamten-/Verwaltungsreform kann keine Rede sein. Es geht ja - Dank deutscher Politleuchten - auch so.

Hoffentlich fliegt unseren Zampanos bald der Schuldenvollstreckungstitel gewaltig um die Löffel.

Monika

03.12.2012, 08:53 Uhr

Der Generalsekretär der CSU, Alexander Dobrindt, ein Populist, wie er im Bilderbuch steht, hat auch bei der letzten Abstimmung mit JA gestimmt.

Wir erinnern uns an seine markigen Sprüche (von mehr Qualität kann man ja nicht sprechen, da es nichts Fundiertes von ihm gab) gegen Griechenland.

Offensichtlich fehlt diesem CSU-Politiker eine klare Linie. Draussen im Bierzelt den Schaumschläger mimen und in Abstimmungen das Gegenteil praktizieren. Solche Politiker können gefährlich sein, da sie möglicherweise an einer Persönlichkeitsspaltung leiden.

Seehofers Äußerungen sind jedenfalls nicht viel wert.

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