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21.06.2011

01:00 Uhr

Griechenland-Hilfen

CSU-Wirtschaftsflügel droht mit Ablehnung

VonDietmar Neuerer

ExklusivIn der Debatte um ein weiteres Hilfspaket für Griechenland meldet sich jetzt die CSU zu Wort. Sie pocht auf die Bedingungen, die der Bundestag beschlossen hat, und appelliert an die griechischen Kollegen.

Weiterer Hilfe für Griechenland stimmt die CSU nicht ohne Weiteres zu. Quelle: dpa

Weiterer Hilfe für Griechenland stimmt die CSU nicht ohne Weiteres zu.

DüsseldorfDer CSU-Wirtschaftsflügel knüpft seine Zustimmung zu weiteren Griechenland-Hilfen an Bedingungen. „Wir wollen Griechenland helfen, aber Solidarität ist keine Einbahnstraße“, sagte der Obmann der Unions-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss und Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, Handelsblatt Online.

Der Bundestag habe für ein zweites Hilfspaket klare Bedingungen gestellt. Dazu gehörte auch die Beteiligung privater Gläubiger. „Ohne einen substantiellen Beitrag der privaten Gläubiger und ohne das positive Testat des IWF zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands ist ein zweites Rettungspaket absolut nicht denkbar.“

Michelbach rief zugleich die griechische Politik zu gemeinsamem Handeln auf. „Das ist in der jetzigen Lage unter dem Aspekt der Vertrauensbildung außerordentlich wichtig“, sagte er. „Partner und Gläubiger müssen die Gewissheit haben, dass sich tatsächlich etwas tut.“

Die Euro-Finanzminister wollen am 3. Juli zu einer erneuten Sondersitzung zusammenkommen, um dann über ein zweites Hilfsprogramm für Athen zu beraten, an dem sich auf freiwilliger Basis auch private Gläubiger beteiligen sollen. Die Auszahlung von 12 Milliarden Euro aus dem bestehenden Hilfsprogramm für Griechenland steht noch aus.

Ultimatum für Griechenland

Video: Ultimatum für Griechenland

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Kommentare (11)

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Account gelöscht!

21.06.2011, 01:09 Uhr

Und das ist auch gut so. Hat ja auch lange genug gedauert bis die Konservativen ihrer bürgerlichen Pflicht nachkommen. Herzlichen Glückwunsch die CSU wird wohl somit aus ihrer politischen Versenkung auferstehen wie ein Phönix aus der Asche.

Account gelöscht!

21.06.2011, 01:46 Uhr

Unglaublich, dass ein paar Idioten aus der Provinz zur Befriedung der Stammtische einen Crash der Weltwirtschaft provozieren, an deren Ende die BRD als Billionen-Euro-Exporteuer der größte Verlierer sein wird. Manche begreifen es einfach nicht, dass sich die BRD seit vielen Jahren auf dem Rücken anderer Staaten durch astronomische Exportüberschüsse saniert. Dies ist die eigentliche Ursache des Übels - und die anderen Staaten dürfen es sich nicht mehr gefallen lassen, dass die BRD sich auf deren Kosten saniert. Schutzzölle und Importbeschränkungen brauchen eine Renaissance. Jeder VWL-Student lernt schon im ersten Semester, das dauerhafte Exportüberschüsse zum Kollaps führen.

Mollemopp

21.06.2011, 07:33 Uhr

Keine Panik. Sie tun doch nur so, als würden sie sich aufregen. Damit wollen sie doch nur Sympathien beim Wahlvolk einsammeln. Am Ende tun sie das was Merkel ihnen sagt. Also Zustimmung für die Geldentwertung.

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