Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.11.2013

16:59 Uhr

Große Koalition

Merkel ermahnt zu Kostendisziplin

Die Kanzlerin sieht schwarz für die Projekte einer großen Koalition, wenn die Pläne von Union und SPD nicht bescheidener werden. Beim Wirtschaftsflügel der CDU wächst der Ärger über den Verlauf der Gespräche.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert daran, finanzielle Prioritäten zu setzen. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert daran, finanzielle Prioritäten zu setzen.

BerlinDie CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel hat die Unterhändler von Union und SPD zu mehr Kostendisziplin in den Verhandlungen über eine große Koalition aufgerufen. In einer Sitzung der Unionsfraktion appellierte sie am Mittwoch in Berlin nach Teilnehmerangaben an die Arbeitsgruppen, finanzielle Prioritäten zu setzen. Sonst würden die Verhandlungen am Ende schwierig werden, habe Merkel gemahnt. In jeder AG müssten die Rahmenbedingungen der mittelfristigen Finanzplanung mitgedacht werden, forderte sie.

An diesem Donnerstag werden sich in der CDU-Zentrale Merkel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU), die Generalsekretäre von CDU und CSU, Hermann Gröhe und Alexander Dobrindt, sowie Unionsfraktionschef Volker Kauder und seine Stellvertreterin Gerda Hasselfeldt (CSU) mit den Hauptvertretern der beiden Unionsparteien in den Arbeitsgruppen treffen. Dann sollen Zwischenergebnisse und noch ungelöste Probleme erläutert, Ziele beschrieben und die finanziellen Möglichkeiten erörtert werden.

In der dritten großen Verhandlungsrunde von Union und SPD hatten Merkel, Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel bereits am Dienstag vor überzogenen Plänen gewarnt. Merkels schwarz-gelbe Regierung ist bis zur Bildung einer neuen Regierung geschäftsführend im Amt.

In der Union regt sich unterdessen starker Unmut beim Wirtschaftsflügel. Seine Vertreter im Bundestag hätten sich in der Fraktionssitzung massiv über den Verlauf der Koalitionsverhandlungen mit der SPD beschwert, berichteten Teilnehmer.

Koalitionsverhandlungen

Das sind die Kosten der großen Koalition

Koalitionsverhandlungen: Das sind die Kosten der großen Koalition

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Belange der mittelständischen Unternehmen in Deutschland würden zu wenig, die der Gewerkschaften über Gebühr berücksichtigt, hätten Vertreter des Wirtschaftsflügels beklagt. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Fraktion, Christian von Stetten (CDU), hatte bereits zuvor kritisiert, dass die CDU-Spitze die Rentenbeiträge nicht wie geplant um 0,6 Prozentpunkte zum Jahreswechsel senken will.

Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann habe von Befürchtungen an der CDU-Basis berichtet, dass sich die Handschrift der Union in einer Koalition mit der SPD nicht wiederfinden würde. „Auch wir haben eine Basis“, mahnte sie mit Blick auf die geplante Mitgliederbefragung bei der SPD zum angestrebten Koalitionsvertrag. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) habe betont, dass die Union in den Gesprächen schon viel erreicht habe, indem inzwischen klar sei, dass es keine Steuererhöhungen geben werde.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.11.2013, 17:15 Uhr

Jetzt fällt Mutti also auch auf, dass da was falsch läuft...

Account gelöscht!

06.11.2013, 17:48 Uhr

Zitat : Merkel ermahnt zu Kostendisziplin

- von welcher Kostendisziplin kann hier die Redesein...?

Es laeft das Spiel "rechte Tasche, Linke Tasche" !

Kosten spielen hierbei keine Rolle !

Was man aus der Linken Taschge raus nimmt, kann in die Rechte Tasche wieder rein, und umgekehrt.

Das Spiel ist aber schon langweilig !

Es konnte das Spiel : Wer Wird Was starten !

Darum geht es doch ausschliesslich bei disen " Koalitionsverhandlungen " !


Abschaeuliches Schauschpiel der SED ( Sozialistische Einhetsdiktatur Deutschlands , CDU/SU/SPD ).

willy

06.11.2013, 17:54 Uhr

Rentenbeiträge nicht senken?? Das ist Betrug am Rentensystem! Aber wenn eine Merkelregierung mehrmals den Maastrichter Vertrag bricht, bricht sie auch die Rentenformel. Man hat sich schließlich an Rechtsbrüche gewöhnt, die sowieso keiner verfolgt bzw. anklagt. Die Demokratie ist dem Untergang geweiht. Dafür haben die Wähler leider gesorgt, weil sie gedankenlos ihre Stimmen verschenkt haben, ohne etwas für unser Land zu verändern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×