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03.01.2004

21:02 Uhr

Gründer sollen künftig BWL-Kenntnisse nachweisen.

SPD will neue Regeln für Ich-AGs

Gründern von Ich-AGs mangelt es oftmals an BWL-Kenntnissen. Um gefördert zu werden, sollen Gründer künftig an betriebswirtschaftlichen Weiterbildungsprogrammen teilnehmen.

HB BERLIN. Arbeitslose, die eine Ich-AG gründen wollen, sollen künftig die Teilnahme an betriebswirtschaftlichen Weiterbildungsmaßnahmen nachweisen. Wie die «Welt am Sonntag» am Samstag vorab berichtete, diskutiert die SPD-Bundestagsfraktion derzeit entsprechende Pläne. Klaus Brandner, Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit, sagte der Zeitung: «Die Gründer müssen das erste Jahr der Selbstständigkeit, in dem sie finanziell massiv unterstützt werden, dazu nutzen, sich weiterzubilden und ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen.»

Dazu sollten sowohl die Bundesanstalt für Arbeit als auch private Träger Bildungsbausteine entwickeln, mit denen die Ich-AGler besser auf die Selbstständigkeit vorbereitet werden könnten. «Gerade kleine und mittelständische Unternehmen scheitern oft an fehlenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen», sagte Brandner.

Konkret schlug der SPD-Abgeordnete vor, die Regelungen des so genannten Überbrückungsgeldes auf die Ich-AGs zu übertragen. Beim Überbrückungsgeld müssen Existenzgründer, die zuvor arbeitslos waren, bereits heute ein Gutachten einer fachkundigen Stelle, meistens der regionalen Industrie- und Handelskammer, vorlegen. Dies führe dazu, dass auch noch nach drei Jahren 70 Prozent der jungen Firmen auf dem Markt seien, sagte Brandner weiter. Die Regelung sollte für Ich-AG-Gründer allerdings zunächst «auf freiwilliger Basis» gelten. Nach einem Jahr solle dann Bilanz gezogen werden, ob ein freiwilliges Angebot ausreiche.

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