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08.10.2013

15:57 Uhr

Grüne Fraktionschefin

Göring-Eckardt gewinnt Kampfabstimmung

Die bisherige Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, ist zur Vorsitzenden der Bundestagsfraktion gewählt worden. Sie setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen die Wirtschaftsexpertin Kerstin Andreae durch.

Göring-Eckardt ist die neue Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag. dpa

Göring-Eckardt ist die neue Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag.

BerlinNeue Fraktionschefin der Grünen im Bundestag ist deren Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt. Die 47-Jährige erhielt am Dienstag 41 Stimmen der insgesamt 63 Abgeordneten. Auf ihre Kontrahentin Kerstin Andreae entfielen 20 Stimmen, wie mehrere Abgeordnete aus der Fraktionssitzung mitteilten. Zwei Abgeordnete enthielten sich. Beide Kandidatinnen stehen für den realpolitischen Flügel. Für die Doppelspitze der Fraktion bewirbt sich für den linken Flügel in einem getrennten Wahlgang der Verkehrspolitiker Anton Hofreiter.

Am Montagabend hatte sich der Realo-Flügel getroffen, um über den Fraktionsvorsitz zu beraten. Bei einem Treffen der Abgeordneten bekräftigten sowohl Katrin Göring-Eckardt als auch die Wirtschaftsexpertin Kerstin Andreae ihre Kandidatur. Die rund 30 Teilnehmer des Realo-Treffens verzichteten auf eine zuvor erwogene Probeabstimmung – so blieb es bis zuletzt spannend.

Namhafte Vertreter der Realos hatten vergeblich auf eine klare Absprache innerhalb des Flügels gepocht. Ihr Argument: Eine Kampfabstimmung könnte die Realos gegenüber den Parteilinken schwächen – ausgerechnet in dem Moment, in dem diese wegen des wenig erfolgreichen linken Wahlkampfkurses in Bedrängnis geraten sind.

Während Andreae als wirtschaftsfreundlich gilt und etwa von regierenden Grünen in Baden-Württemberg unterstützt wurde, hat sich Göring-Eckardt auch mit sozialen Forderungen positioniert und manche Realos enttäuscht. Allerdings steht Göring-Eckardt für Kontinuität. Zu rot-grünen Regierungszeiten war sie bereits Fraktionschefin.

Kommentare (12)

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vogel

08.10.2013, 16:05 Uhr

Damit dürfte der Absturz der Grünen weitergehen. Es fehlt der Mut zu neuen Köpfen und einem realistischen Parteiprogramm.

Account gelöscht!

08.10.2013, 16:06 Uhr

Die GrünInnen lernen's nie. Schon wieder eine ohne berufsqualifizierenden Abschluß und im Leben noch nichts richtiges gearbeitet.

Account gelöscht!

08.10.2013, 16:09 Uhr

So so. Wollten die sich nicht "erneuern" ? Somit bleibt also die Halbtheologin erhalten. Und natürlich der auf US-Linie gebrachte Özi.
Hat aber etwas Gutes: Die GRÜNEN verschwinden hoffentlich nach der FDP als nächste Partei unter der 5%-Hürde.
Danach dann noch die SPD, und Deutschland kann wenigstens etwas aufatmen...

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