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31.08.2012

06:39 Uhr

Grüne

Trittin erwartet spannende Urwahl

Bei fünf Anwärtern für einen Job kann es schon einmal zu Streitereien kommen, gerade in der Politik. Doch Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin geht nicht davon aus, dass die geplante Urwahl die Partei spalten wird.

Als zweiter Grünen-Politiker nach Parteichefin Claudia Roth hat der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin für die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl 2013 seinen Hut in den Ring geworfen. dpa

Als zweiter Grünen-Politiker nach Parteichefin Claudia Roth hat der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin für die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl 2013 seinen Hut in den Ring geworfen.

BerlinDie geplante Urwahl bei den Grünen wird nach Einschätzung von Fraktionschef Jürgen Trittin nicht zu einem Hickhack zwischen den Bewerbern um die Bundestagswahl-Spitzenkandidatur ausarten. „Die, die antreten, wissen, dass sie mit dem einen oder anderen Konkurrenten gemeinsam Bundestagswahlkampf machen werden“, sagte Trittin der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Schon deshalb glaube ich, dass das fair ablaufen wird.“

An diesem Sonntag entscheidet ein kleiner Sonderparteitag der Grünen in Berlin über die Einleitung der Urwahl der rund 60 000 Mitglieder. Ihre Kandidatur für das geplante Spitzen-Duo haben neben Trittin (58) bisher fünf Bewerber angekündigt: die Co-Fraktionschefin Renate Künast (56), Parteichefin Claudia Roth (57), Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (46) sowie zwei weitgehend unbekannte Basis-Vertreter.

„Da stehen sechs Bewerberinnen und Bewerber mit sehr unterschiedlichen Stilen, Zielen und Ansätzen zur Wahl“, sagte Trittin. „Ich bin sicher, dass es seitens der Parteimitglieder Fragen, Nachfragen und die Einforderung von Positionen gibt.“ Es gehe auch um die Frage, wer welche politischen Kulturen und Milieus anspreche. Über was die Bewerber diskutieren, hänge von den Fragen der einzelnen Parteimitglieder ab. „Das wird ein spannender und relativ kurzer Prozess.“

Zum ersten Mal soll auf diesem Wege über die Spitzenkandidatur einer Partei entschieden werden. „Damit setzen die Grünen auch ein Signal für andere Parteien“, sagte der Grünen-Politiker. „Wir Grünen sind die Mitmach-Partei.“

Zur Frage, ob es um die letzte Chance auf Ministerposten der Generation der über 50-jährigen Spitzenpolitiker bei den Grünen geht, meinte Trittin: „Die Leute, die finden, dass man generell mit 67 arbeiten sollte, zählen einen mit Mitte 50 zur älteren Generation. Das kann ich nicht ganz ernst nehmen.“ Die Menschen treibe nicht die Frage des Alters von Kandidaten um, sondern ob es klappe mit der Energiewende oder wie es gerechter zugehen könne im Land.

„Und dafür ist entscheidend: Wird die Politik nach der Wahl vom kleinsten gemeinsamen Nenner einer großen Koalition bestimmt oder gibt es eine rot-grüne Mehrheit für die Ablösung von Union und FDP?“


Von

dpa

Kommentare (9)

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Edelzwicker

31.08.2012, 06:58 Uhr

Wozu brauchen die Grüninnen Kandidaten? Wenn die Grüninnen Mehrheit hätten, müssten sie erst einmal eine Grundgesetzänderung herbeiführen, weil sie sonst die männlich-weiblich-gemischt und rotierende Kanzlerschaft nicht einführen könnten.

smarty_32

31.08.2012, 07:43 Uhr

Diese grünen Deutschland-Vernichter braucht kein Mensch.
Sie sind zerstörerische Ideologen, wie wir sie schon mal hatten. Nein, danke.

Dressler

31.08.2012, 08:17 Uhr

es wird viel zu oft über die Grünen in einer Wirtschaftszeitung berichtet. Diese Ökofaschisten sollte man einfach ignorieren!

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