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10.10.2016

16:11 Uhr

Grüne und der Daimler-Chef

„Was wir nicht brauchen, ist eine Zetsche-Show“

VonSilke Kersting, Lukas Bay

Einen Monat vor ihrem Bundesparteitag streiten die Grünen über ihren prominenten Gastredner: Dieter Zetsche. Kann ausgerechnet der Daimler-Chef einer ihrer Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel werden?

Bislang sieht die Ökobilanz von Daimler durchwachsen aus. dpa

Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Pariser Autoshow 2016: Wann kommen die E-Mobile?

Bislang sieht die Ökobilanz von Daimler durchwachsen aus.

BerlinWie viel Annäherung an die Wirtschaft ist erlaubt? Wie viel Austausch ist angemessen? Obwohl die Grünen bereits 2015 auf ihrem Parteitag in Halle die große Freundschaftsoffensive in Richtung Wirtschaft eingeschlagen hatten, dreht sich die Debatte vor ihrem Bundesparteitag im November in Münster abermals um das Verhältnis der Grünen zur Wirtschaft.

Der Grund: Die Einladung von Daimler-Chef Dieter Zetsche durch Parteichef Cem Özdemir, auf dem Parteitag über Klima- und Verkehrspolitik zu sprechen. Das schlägt hohe Wellen bei der Ökopartei. Seit dem Wochenende liefern sich Gegner und Befürworter des Zetsche-Besuchs einen verbalen Schlagabtausch.

„Nix gegen offene Debatte“, twitterte Europa-Politiker Martin Häusling. Aber: „Was wir nicht brauchen, ist eine Zetsche-Show.“ Wenn Zetsche auf dem Parteitag erkläre, warum Daimler-Pkw erheblich Abgaswerte überschreiten und wie er das ändern will, hätte sich die Einladung gelohnt“, argumentiert dagegen Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. „Ganz ehrlich Leute“, meint die Landesvorsitzende der Bayerischen Grünen, Sigi Hagl, wie solle die Verkehrswende „denn ohne die Großen“ geschafft werden?

Die Grünen fordern, von 2030 an keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr neu zuzulassen. Das sei die logische Konsequenz aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, sagt Robert Habeck, Vize-Regierungschef in Schleswig-Holstein und Anwärter für die Grünen-Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2017, dem Handelsblatt. Den Autobauern könne er nur „empfehlen, die Zeichen der Zeit zu erkennen“. CDU und SPD hätten ja im Übrigen im Bundesrat schon dafür votiert, dass spätestens ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos zugelassen würden - und zwar EU-weit. In der Tat hatte die Länderkammer am 23. September einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die EU-Kommission wurde aufgefordert, sich über ein gemeinsames Steuer- und Abgabensystem Gedanken zu machen. „Der notwendige Umstieg auf Elektromobilität klappt nur mit der Wirtschaft“, ist Özdemir überzeugt.

Kommentare (4)

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10.10.2016, 17:42 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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10.10.2016, 17:47 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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10.10.2016, 17:55 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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