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09.09.2013

06:13 Uhr

Grüne zur Olympia-Entscheidung

„Japan hat Fukushima-Gefahren schöngeredet“

VonDietmar Neuerer

ExklusivWie riskant ist es, Tokio die Olympischen Sommerspiele 2020 trotz der Fukushima-Probleme austragen zu lassen? In Berlin regen sich erste Zweifel. SPD und Grüne wollen nun Klarheit über die wahren Gefahren.

Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth: "Diese Strategie der Vertuschung darf nicht länger akzeptiert werden." dpa

Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth: "Diese Strategie der Vertuschung darf nicht länger akzeptiert werden."

BerlinNach Ansicht von SPD und Grünen muss die Entscheidung für Tokio als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2020 Konsequenzen für den Umgang der japanischen Regierung mit dem Problem-Atomkraftwerk Fukushima haben. „Die japanische Regierung hat die realen Gefahren bei der Olympia-Präsentation schöngeredet und behauptet, volle Kontrolle über die Lage zu haben. Diese Strategie der Vertuschung darf nicht länger akzeptiert werden“, sagte die Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth, Handelsblatt Online.

Japan werde jetzt „sehr viel mehr Transparenz“ herstellen müssen, als es in der Vergangenheit der Fall war. Und Japan müsse endlich internationale Hilfe zur Lösung der massiven Probleme und zur Eindämmung der Schäden in Fukushima annehmen, forderte Roth. „Auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 – aber vor allem um die Millionen Menschen in der Region Fukushima und auf den Inseln im Pazifik endlich zu schützen.“

Ähnlich äußerte sich der Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber. Wie Roth sieht auch Kelber neben dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die japanische Regierung in der Verantwortung, für einen transparenten und konsequenten Umgang mit dem havarierten Atomkraftwerk zu sorgen. „Japan muss ab sofort eine internationale Überprüfung seiner Maßnahmen in Fukushima akzeptieren und die Arbeiten abstimmen“, sagte Kelber Handelsblatt Online. „Japan muss sich dem internationalen Vertrauen würdig erweisen.“

Das IOC verkaufte den Zuschlag für Tokio im Dreikampf mit Istanbul und Madrid als Entscheidung für Sicherheit, Tradition und Stabilität, tatsächlich aber haben sie ihr Schicksal und das ihrer Athleten mit einem schwer beschädigten Atomreaktor verknüpft. Seit der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe am 11. März 2011 reißen die Hiobsbotschaften aus Fukushima nicht ab. In der Vorwoche wurde dort sogar ein Strahlenrekordwert gemessen, der für Menschen ohne Schutzanzug innerhalb von vier Stunden tödlich ist. Nuklearverseuchtes Wasser aus undichten Kühltanks sickert in den Pazifik, weitere Lecks werden befürchtet.

Kommentare (24)

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Mabaufreak

09.09.2013, 07:22 Uhr

Japan muss vor allem eins nicht: Auf eine deutsche Splitterpartei hören, die in Deutschland unter Berücksichtigung der Wahlbeteiligung auf nicht mal unter fünf Prozent kommen.
Deutschland ist außenpolitisch einfach tot. Ganz davon ab sollte man mit den Japanern natürlich auf vernünftige Art und Weise über mögliche Gefahren durch Fukushima und notwendige Maßnahmen sprechen

twsan

09.09.2013, 07:36 Uhr

Oh mein Gott... Vor allem darf man nicht fliegen, die krebserregende Höhenstrahlung.
Mit dem Schiff fahren ist auch gefährlich: Monsterwellen und so...
Mit dem Auto gibt es bekanntermaßen die meisten Toten...

Sind halt unsere Grünen: Am besten nicht gezeugt und nicht geboren kann dem Kind auch nichts passieren...

manthra

09.09.2013, 08:03 Uhr

Das ist grüne Politik!

“Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.”
Joschka Fischers

Sinngemäß: Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.
Daniel Cohn-Bendit

“Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.”

“Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.”
Sieglinde Frieß

“Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!”
Claudia Roth

“Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.”
Claudia Roth,

“Der deutsche Nachwuchs heißt jetzt Mustafa, Giovanni und Ali!”
Cem Özdemir

“Das Problem ist nicht Sarrazin selbst als Person sondern der gleichgesinnte Bevölkerungsanteil in Deutschland”.
Cem Özdemir

Sinngemäß: “Wir wollen, dass Deutschland islamisch wird”.
Cem Özdemir

“Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”
Jürgen Trittin

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