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02.10.2017

17:32 Uhr

Grünen-Anfrage

Arbeiten auf Abruf

Arbeiten, wenn das Telefon klingelt: Das ist für deutsche Arbeitnehmer nicht ungewöhnlich. Sieben Prozent von ihnen arbeiten auf Abruf.

Besonders hoch ist der Anteil der Arbeitnehmer, die auf Abruf arbeiten, in der Gastwirtschaft. dpa

Gastwirtschaft

Besonders hoch ist der Anteil der Arbeitnehmer, die auf Abruf arbeiten, in der Gastwirtschaft.

BerlinSieben Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten mindestens an einem Tag im Monat nicht nach festen Arbeitszeiten, sondern auf Abruf. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt und über die „Rheinische Post“ am Montag zuerst berichtete. In der Industrie arbeiten vier Prozent der Beschäftigten auf Abruf, im öffentlichen Dienst sechs Prozent.

Im Dienstleistungssektor und im Handwerk liegt der Anteil bei acht Prozent. Arbeit auf Abruf betrifft 13 Prozent der niedrig qualifizierten Beschäftigten, aber nur fünf Prozent der Hochqualifizierten. Die Bundesregierung beruft sich bei den Zahlen auf den Arbeitszeitreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

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Mit 13 Prozent liegt der Anteil teilzeitbeschäftigter Männer besonders hoch, die auf Abruf arbeiten. Die meisten von ihnen sind Kellner. Bei Arbeit auf Abruf schließen Arbeitnehmer und Arbeitgeber einen Vertrag über eine Tätigkeit mit flexiblen Einsatzzeiten. Es wird eine Mindestarbeitszeit festgelegt, die aber überschritten werden kann. Arbeit auf Abruf gilt als besonders belastend.

Die Grünen-Abgeordnete Beate Müller-Gemmeke, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte: „Bei Arbeit auf Abruf werden betriebswirtschaftliche Risiken auf die Beschäftigten verlagert.“ Der Bundesregierung warf sie vor, nichts dagegen zu unternehmen.

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