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16.10.2012

03:40 Uhr

Grünen-Chefin

Roth fodert Schavans Rücktritt

Annette Schavan muss um Doktortitel und Karriere bangen. Die Opposition will ihren Rücktritt, sollten sich die Plagiatsvorwürfe bestätigen. Aber namhafte Wissenschaftler stellen sich schützend vor die Bildungsministerin.

Die Dissertation der heutigen Wissenschaftsministerin Schavan (CDU). Roth (Grüne) fordert ihren Rücktritt. dapd

Die Dissertation der heutigen Wissenschaftsministerin Schavan (CDU). Roth (Grüne) fordert ihren Rücktritt.

BerlinGrünen-Chefin Claudia Roth hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) den Rücktritt nahegelegt, sollte sich der Plagiatsverdacht bei ihrer Promotion bestätigen. „Sollten sich die Vorwürfe als zutreffend erweisen, frage ich mich, wie ausgerechnet die für Wissenschaft und Forschung zuständige Ministerin ihr Amt noch glaubwürdig ausüben will“, sagte Roth dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag). Allein der Verdacht einer wissentlichen Täuschung wiege angesichts der Vorbildfunktion schwer. Schavan müsse „die von ihr selbst gesteckten Maßstäbe und die Kriterien seriöser Forschung besonders penibel erfüllen“.

Am Wochenende war ein Gutachten bekanntgeworden, in dem der Vorsitzende des zuständigen Promotionsausschusses der Universität Düsseldorf laut Medienberichten eine Täuschungsabsicht bei der 32 Jahre alten Doktorarbeit der CDU-Ministerin feststellt. Schavan selbst wies den Täuschungsvorwurf in Interviews zurück und besteht auf einer Anhörung. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung vom Dienstag will die Ministerin dazu nicht selbst erscheinen, sondern eine schriftliche Stellungnahme schicken.

Schavans Doktorvater, der Pädagogikprofessor Gerhard Wehle, nahm die Ministerin in Schutz. „Die Arbeit entsprach absolut dem wissenschaftlichen Standard“, sagte der 88-Jährige der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Er habe Schavan als „ehrlichen Menschen“ kennengelernt. „Wie kann man eine Arbeit über das Gewissen schreiben und dabei täuschen?“, fragte er. Das Gutachten kenne er nicht, die Universität Düsseldorf habe bisher nicht mit ihm gesprochen.

Auch mehrere führende Forscher kritisierten den Verlauf des Plagiatsverfahrens und das Gutachten. Der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag), es sei skandalös, dass die Öffentlichkeit vor der Betroffenen von den schwerwiegenden Vorwürfen erfahren habe. „Es gab schwere Fehler in dem Verfahren - die Universität sollte nun eine zweite Person bitten, die Vorwürfe sachlich zu prüfen“, forderte er.

Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, sagte dem Blatt, er sei „schon irritiert, dass in einem strikt vertraulichen, personenbezogenen Verfahren ein Gutachten an die Öffentlichkeit gerät, noch dazu bevor es von dem zuständigen Gremium bewertet wurde“. Jürgen Mlynek, Chef der Helmholtz-Gemeinschaft, zeigte sich „verwundert, dass die Arbeit offenbar nur von einem Hochschullehrer geprüft wurde“.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

16.10.2012, 05:55 Uhr

Das ist die Grüne Politik! Wen interessiert das Geschwätz und die Forderungen der Grünen?

“Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.”
Joschka Fischers

Sinngemäß: Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.
Daniel Cohn-Bendit

“Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.”

“Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.”
Sieglinde Frieß

“Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!”
Claudia Roth

“Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.”
Claudia Roth,

“Der deutsche Nachwuchs heißt jetzt Mustafa, Giovanni und Ali!”
Cem Özdemir

“Das Problem ist nicht Sarrazin selbst als Person sondern der gleichgesinnte Bevölkerungsanteil in Deutschland”.
Cem Özdemir

Sinngemäß: “Wir wollen, dass Deutschland islamisch wird”.
Cem Özdemir

“Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”
Jürgen Trittin

Radiator

16.10.2012, 06:11 Uhr

Claudia Roth schönt ihren Lebenslauf:
http://www.youtube.com/watch?v=MuPV30-O4iI

Account gelöscht!

16.10.2012, 07:54 Uhr

„Wie kann man eine Arbeit über das Gewissen schreiben und dabei täuschen?“, fragte er"

Wie kann ein Mensch mit Gewissen in die Politik gehen? Das ist hinderlich und wird vom Bundeshosenanzug nicht geduldet.

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