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17.08.2012

19:01 Uhr

Grünen-Wahlkampf

Göring-Eckardt drängt an die Spitze

Den Grünen droht eine Urwahl über die Besetzung des Spitzenduos für den Bundestagswahlkampf. Nach Claudia Roth und Jürgen Trittin haben nun auch Katrin Göring-Eckardt und Renate Künast angekündigt, mitmischen zu wollen.

Katrin Göring-Eckardt drängt ins Spitzenteam für den Bundestagswahlkampf der Grünen 2013. dpa

Katrin Göring-Eckardt drängt ins Spitzenteam für den Bundestagswahlkampf der Grünen 2013.

BerlinDer Spitzenkandidaten-Poker bei den Grünen für die Bundestagswahl 2013 wird immer mehr zu einer Belastungsprobe für die Partei. Nach Parteichefin Claudia Roth und dem Fraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin warfen am Freitag auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt und Co-Fraktionschefin Renate Künast ihren Hut in den Ring. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die 60 000 Mitglieder im Herbst aus den vier Interessenten ein Duo wählen. Entscheiden soll darüber ein kleiner Parteitag am 2. September.

„Ich bewerbe mich, eine der beiden Spitzenkandidaten zu werden“, sagte Künast der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Sie wolle damit „einen Beitrag dazu leisten, dass die Grünen ihr Spitzenergebnis von 2009 noch einmal toppen“ und so die schwarz-gelbe Koalition ablösen können. Künast ist geschwächt, seit sie im vergangenen Jahr damit gescheitert war, Regierende Oberbürgermeisterin von Berlin zu werden. Nach der Wahlniederlage „gab es einiges zu verdauen“, so Künast, „das habe ich hinter mir“. Sie sprach sich für eine rot-grüne Koalition aus.

Göring-Eckardt stellte sich in einer Erklärung gegen eine Mitgliederbefragung. Sie würde sich aber zur Wahl stellen, wenn sie doch stattfindet. Weder löse eine Urwahl aber an der Basis Begeisterung aus noch sei sie eine Mutprobe, so Göring-Eckardt. „Deswegen sollte sich der Bundesvorstand entschließen, mit einem Teamvorschlag in den Länderrat am 2. September zu gehen, um Lähmung und Selbstbeschäftigung zu beenden.“ Das gemeinsame Ziel sei die Ablösung von Schwarz-Gelb. „Für dieses Ziel will ich mit aller Kraft und allen meinen Möglichkeiten in einem grünen Spitzenteam kämpfen.“

Erst am Wochenende hatte Trittin seine lang erwartete Kandidatur erklärt. Als erste hatte Anfang März Parteichefin Claudia Roth erklärt, sie wolle dem geplanten Spitzenduo angehören. Kompliziert ist die Kandidatenfrage bei den Grünen, weil die Partei streng auf Flügel- und Geschlechtsproporz achtet - nach dem Motto: Parteilinke und -realos sollen an der Spitze vertreten sein, und mindestens eine Frau soll oben stehen. Trittin und Roth gelten als Parteilinke, Göring-Eckardt und Künast als Angehörige des Realo-Flügels.

Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, begrüßte in der Zeitung „Die Welt“ Göring-Eckardts Schritt: „Ein Team, dem Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin angehören, finde ich eine gute Lösung.“ Mitte März hatte sich das aus den Fraktions- und Parteichefs bestehende Führungsquartett der Grünen darauf geeinigt, dass ein Spitzenduo per Urwahl bestimmt werden soll - außer es gibt nur zwei Anwärter. Bei einem kleinen Parteitag Ende April schufen die Delegierten die Voraussetzungen für die Urwahl. Die Entscheidung darüber wurde mangels Einigkeit auf September verschoben.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

17.08.2012, 18:31 Uhr

Mit dieser strammen Sozialistin geht es noch schneller, der Umbau unseres Landes zur DDR 2.0 und zum islam. Staat

Rapid

17.08.2012, 21:07 Uhr

Bla vorne, bla bla hinten, bla bla links und bla, bla realo
mittig links uniosozigrün. Diese Partei ist der Ausbund jeder erdenklichen Lächerlichkeiteit und Angepassheit an Zeitgeistmentalität und Opportunismus beliebiger Machart.
Was einmal vor dreißig Jahren begann mit Anliegen, die wichtig waren und die es Wert waren ins allgemeine Bewußtsein zu heben, endet in Angepasstsein, Phrasendrescherei und politischer Dummheit sondersgleichen.
Die grüne Partei ist das Symbol für den Niedergang desjenigen was man mal bezeichnet hat als Realitätssinn, Nüchternheit, Interessewahrnehmung, "Wirklichkeitsinn".
Trittin/Roth verkörpern ein Politikmodell, das in politischen Lufträumen agiert, garniert mit Selbstgefälligkeit und Selstüberschätzung, was immer ein Merkmal ist für Geister, die sich darin gefallen ihre eigene "Bedeutung" für das Maß aller Dinge anzusehen.

THHL

17.08.2012, 22:51 Uhr

Wikipedia DE sagt zu dieser Tusse:

Bildungsweg und erstes politisches Engagement (1966–1994)

Katrin, geb. Eckardt, wurde am 3. Mai 1966 in Friedrichroda, einer Kleinstadt im Landkreis Gotha, als Tochter eines Tanzlehrers geboren.[2] Nach dem Abitur an einer Erweiterten Oberschule 1984 begann Katrin Göring-Eckardt ein Studium der evangelischen Theologie an der Universität Leipzig, das sie jedoch vier Jahre später im Jahr 1988 ohne akademischen Abschluss beendete.

Bis zur Wendezeit in der DDR blieb Göring-Eckardt ohne Parteimitgliedschaft und arbeitete im Arbeitskreis Solidarische Kirche (AKSK) mit. 1989 wurde sie Gründungsmitglied der in der DDR entstandenen politischen Gruppierung Demokratischer Aufbruch und 1990 der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt.[3] Von 1990 bis 1993 war sie Mitglied im thüringischen Landesvorstand von Bündnis 90.

Mein Kommentar: Mit diesen Kernkompetenzen ausgestattet wird Frau GE sicherlich in der Lage sein, unser Land erfolgreich in die Zukunft zu führen.

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