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17.11.2012

04:46 Uhr

Grüner Parteitag

Spitzenduo erteilt schwarz-grün eine Absage

Bei ihrem Auftritt auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen findet das Spitzenduo klare Worte: Eine Koalition mit der Union sei derzeit keine Option. Nun richten sich alle Augen auf Parteichefin Claudia Roth.

Keine Liebe für die Union: Die grünen Spitzenkandidaten, Juergen Trittin und Katrin Goering-Eckardt, lehnen eine Koalition mit der CDU ab. dapd

Keine Liebe für die Union: Die grünen Spitzenkandidaten, Juergen Trittin und Katrin Goering-Eckardt, lehnen eine Koalition mit der CDU ab.

HannoverMit der Neuwahl ihrer kompletten Führung und einer sozialpolitischen Kursbestimmung wollen die Grünen am Samstag die Weichen zur Bundestagswahl stellen. Mit Spannung wird auf dem Grünen-Parteitag in Hannover besonders das Votum der rund 800 Delegierten bei der Abstimmung über Parteichefin Claudia Roth erwartet, die trotz ihrer jüngsten Niederlage bei der Urwahl des grünen Spitzenduos zum sechsten Mal für den Vorsitz antritt.

Am Freitag erhielt Roth von Delegierten positive Signale: Der Co-Vorsitzende Cem Özdemir, der ebenfalls wieder antritt, sagte an die 57-Jährige gerichtet: „Ich finde es klasse, dass Du kandidierst, und ich bin mir sicher, die Delegierten werden es morgen auch so sehen.“ Die Delegierten applaudierten anhaltend.

Roth hatte nach ihrem 26-Prozent-Ergebnis am vergangenen Sonntag zunächst an Rückzug gedacht, sich dann aber nach reichlich Zuspruch aus der Partei doch zum Weitermachen entschieden.

Die Urwahl-Gewinner Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin wurden heftig umjubelt. Sie warben am Freitag für einen neuen gesellschaftlichen Aufbruch hin zu mehr Gerechtigkeit und Zusammenhalt, zu mehr Ökologie und mehr Europa. Einer Koalition mit der Union erteilte sie ebenso wie Özdemir eine klare Absage.

„Grün oder Merkel, darum geht's“, sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Freitagabend beim Bundesparteitag in Hannover. „Wir wollen mit grüner Politik schwarze Wähler gewinnen, aber mit euch regieren wollen wir nicht“, sagte die 46-Jährige mit Blick auf CDU/CSU. Das eindeutige Ziel bleibe ein Bündnis der Grünen mit der SPD.

Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin, der als Gewinner des Mitgliederentscheids die Partei zusammen mit Göring-Eckardt in den Wahlkampf führen wird, nannte die schwarz-gelbe Koalition eine „Gurkentruppe“. Deren Koalitionsgipfel gleichen einem „Schrottwichteln“. „Von der Regierung Merkel wird nichts in Erinnerung bleiben, außer ihr Willen, konsequent an den echten Problemen der Menschen vorbeizuregieren.“

Göring-Eckardt betonte, die Grünen seien angekommen in der Mitte der Gesellschaft. Sie forderte ihre Partei auf, einen nächsten großen Aufbruch für diese Gesellschaft zu wagen. Es gehe um mehr Ökologie und mehr sozialen Zusammenhalt. Die Absagen an Schwarz-Grün wurde von den 800 Delegierten mit Jubel und Beifall bedacht.

Mit Spannung wird die Wahl der Parteiführung am Samstag erwartet: Neben Özdemir bemüht sich auch die Co-Vorsitzende Claudia Roth um eine Bestätigung in ihrem Amt - trotz der Schlappe bei der Urwahl des Wahlkampf-Spitzenduos. Der Parteitag in Hannover soll auch Rückenwind geben für die Landtagswahl am 20. Januar 2013 in Niedersachsen, wo SPD und Grüne gewinnen wollen. Dies wäre ein wichtiges rot-grünes Signal für die Bundestagswahl im September 2013.

Kommentare (15)

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16.11.2012, 19:54 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

otto15

16.11.2012, 19:56 Uhr

Die können mich mal - ich bin ziemlich sicher, dass es am Ende wieder für die Neuauflage von CDU/CSU/FDP reicht!! Das Gejammer der linken Presse, vorneweg der Süddeutschen wird riesig sein.

grueneTerroristen

16.11.2012, 21:11 Uhr

Glaube nie einem Bilderbeger und deren Marionetten. Wie Merkel und Trittin. Die Grünen sind eine Partei der Vermögensvernichter die wie keine andere Partei die Gutgläubigkeit der Menschen ausnutzt hinter süßen Pinguinaugen, die sie vorgeben retten zu wollen. Glaubt nicht den Lügen. keiner Partei. Es ist immer der Normalmensch der verzichten muss. Niemals die Machthaber und deren Marionetten (Politiker, Großunternehmenslenker).

Der folgende Text ist nicht von mir, die Quelle ist mir unbekannt:

"Finanzkrise, Wirtschaftskrise daran Schuld sind ein paar Banker so verkünden es die Medien und da sind sich alle einig. Das Geld wurde vernichtet so wird es uns berichtet, gelobt wird die Regierung die bezahlt mit Steuergeldern. Billionen müssen fließen und die hat das Volk zu zahlen. Der Staat springt in die Bresche, den anders geht es nicht! Die Zeiten werden hart und wir alle müssen sparen und am Ende gehen wir dann gestärkt daraus hervor.

[...].

In den letzten 10 Jahren gab es einen fetten Aufschwung für die 3% Reichen [...] hier im Lande. Großaktionäre und Erben von Vermögen machten ohne einen Handschlag mächtig Kohle an den Börsen. Die Renditen waren riesig und das alles ohne Arbeit, so nährten sie die Blase die, oh wunder, ja nun platzte. Das Geld ist noch vorhanden, liegt vergraben in Oasen und die Medien lenken weiter von den wahren Tätern ab.

[...].

Und zahlen darf das Volk die große Masse der Verlierer weil die Krise kostet gerne auch mehr als einmal. In den letzten 10 Jahren durch reale Lohnverluste. Keine Sicherheit, Zeitarbeit und Rente 67. Doch das reicht bei weitem nicht, ja die Yachten waren teuer! Billionen Steuergelder muss der kleine Mann löhnen. Und auch das ist nicht genug so wird die Jugend noch verschuldet und damit die auch schön stillhält gibt es Medien und Konsolen."

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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