Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.07.2017

15:21 Uhr

Grunderwerbsteuer

SPD will Freibetrag bis zu 200.000 Euro

Bauministerin Hendricks schlägt für den erstmaligen Kauf eines Eigenheims einen Freibetrag von bis zu 200.000 Euro vor. Auch für Gesetzesänderungen setzt sich die SPD-Politikerin ein. Den Vorschlag der FDP lehnt sie ab.

Ein Freibetrag für Familien könne auch ein weiterer Anreiz für den Erwerb von günstigen Bestandsimmobilien im ländlichen Raum sein. dpa

Bundesbauministerin Hendricks

Ein Freibetrag für Familien könne auch ein weiterer Anreiz für den Erwerb von günstigen Bestandsimmobilien im ländlichen Raum sein.

BerlinDie SPD hält zur Entlastung beim erstmaligen Kauf eines Eigenheims einen Freibetrag in Höhe von etwa 150.000 bis 200.000 Euro bei der Grunderwerbsteuer für sinnvoll. Der von FDP-Chef Christian Lindner vorgeschlagene Freibetrag von 500.000 Euro sei zu hochgegriffen, sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch in Berlin. Ein Freibetrag für Familien könne auch ein weiterer Anreiz für den Erwerb von günstigen Bestandsimmobilien im ländlichen Raum sein. Denn diese könnten dann erst grunderwerbsteuerfrei erworben und dann renoviert werden.

Auch die Union hat Freibeträge für Erwachsene und Kinder für den erstmaligen Erwerb selbst genutzten Wohneigentums in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Die CDU denkt dabei an einen Freibetrag von 100.000 Euro.

Mitgliederzahlen der Parteien: Alte Tante SPD wieder größer als die CDU

Mitgliederzahlen der Parteien

Alte Tante SPD wieder größer als die CDU

Der Mitgliederschwund bei den Volksparteien geht weiter. Die SPD jedoch schafft es, weniger als die CDU zu verlieren. Gewinner hingegen sind die Grünen – auch auf lange Sicht.

Hendricks sprach sich außerdem dafür aus, in der nächsten Legislaturperiode das Gesetz über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu ändern. Die Bundesanstalt solle „mehr in die Wohnungsfürsorge für Bedienstete des Bundes einsteigen“. Denn vor allem für Zollbeamte und Bundespolizisten, die ihren Dienst an den großen Flughäfen verrichten müssten, sei es enorm schwierig geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Sollte die Bundesanstalt dieser Gruppe helfen, würde das in der Folge auch zu einer Entspannung der Situation auf dem freien Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen beitragen.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Leo Löwenstein

05.07.2017, 15:55 Uhr

Vielleicht sollte man lieber den Freibetrag in Abhängigkeit des Bruttoeinkommens staffeln.
Dann hätten die unteren Schichten mehr davon, die oberen brauchen keinen Freibetrag, die haben genug.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×