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03.05.2015

21:06 Uhr

Gute Konjunktur

Steuerschätzung sagt Bund und Länder hohe Mehreinnahmen voraus

VonAxel Schrinner

Laut Vorlage des Bundesfinanzministeriums für die beginnende Steuerschätzung dürfte der Staat in diesem Jahr sieben bis acht Milliarden Euro mehr einnehmen, also prognostiziert. Grund sei vor allem die gute Konjunktur.

Der Staat kann auf noch mehr Steuereinnahmen hoffen. dpa

Der Staat kann auf noch mehr Steuereinnahmen hoffen.

DüsseldorfBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seine Länderkollegen können auf noch mehr Steuereinnahmen hoffen. Laut Vorlage des Bundesfinanzministeriums für die am Dienstag beginnende dreitägige Steuerschätzung dürfte der Staat allein in diesem Jahr sieben bis acht Milliarden Euro mehr einnehmen, also die im November prognostizierten knapp 641 Milliarden Euro. Dies erfuhr das Handelsblatt aus mit der Vorlage vertrauten Kreisen. Grund sei vor allem die gute Konjunktur und der robuste Arbeitsmarkt.

Dem Arbeitskreis Steuerschätzungen gehören rund drei Dutzend Experten von Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaftsforschungsinstitute, Sachverständigenrat, Bundesbank und Statistischem Bundesamt an. Der Arbeitskreis berät mehrere Schätzvorschläge und entscheidet im Konsens. Die Vorlage aus dem Bundesfinanzministerium gilt als richtungsweisend. Die genauen Ergebnisse werden am Donnerstag veröffentlicht.

Fünf Gründe für Deutschlands Aufschwung

Starker Konsum

Weil Sparen sich wegen der Mini-Zinsen nicht lohnt, tragen die Verbraucher ihr Geld in die Geschäfte oder reisen viel. Löhne und Gehälter steigen zudem weiter kräftig.

Billiges Öl

Der Rückgang der Rohölpreise um nahezu die Hälfte seit dem Sommer 2014 entlastet Unternehmen und Verbraucher. Dies wirkt wie ein kostenloses Konjunkturprogramm.

Schwacher Euro

Die Exporteure jubeln, weil der im Verhältnis zum US-Dollar extrem schwache Euro Ausfuhren außerhalb des Euroraums günstiger macht.

Boom in den USA

Die US-Wirtschaft brummt – und die Amerikaner schätzen Waren „made in Germany“, gerade Luxusautos und Maschinen.

Job-Motor

Auf dem Arbeitsmarkt jagt ein Beschäftigungsrekord den nächsten. Bald dürften über 43 Millionen Deutsche erwerbstätig sein – das gibt Sicherheit und stützt den Aufschwung.

Angesicht der auch mittelfristig rosigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten dürften die Steuereinnahmen weiter kräftig steigen. Auch für die Jahre 2016 bis 2019 erwarte das Finanzministerium Einnahmen, die um sieben bis acht Milliarden Euro über der letzten Prognose lägen, hieß es in den Kreisen weiter. 2019 könnte der Fiskus dann auf rund 768 Milliarden Euro hoffen - das wären 124 Milliarden Euro mehr als im abgelaufenen Jahr.

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