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01.03.2011

12:30 Uhr

Guttenberg im Wortlaut

„Ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht“

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zieht die Konsequenzen aus der Plagiatsaffäre und ist zurückgetreten. Seine Rücktrittserklärung im Wortlaut, dokumentiert auf Guttenbergs Homepage.

Guttenberg tritt von allen Ämtern zurück

Video: Guttenberg tritt von allen Ämtern zurück

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„Ich habe in einem sehr freundschaftlichen Gespräch die Bundeskanzlerin informiert, dass ich mich von meinen politischen Ämtern zurückziehen werde und um meine Entlassung gebeten.

Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens.

Ich gehe ihn nicht allein wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit – wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre.

Der Grund liegt im Besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann. Ich trage bis zur Stunde Verantwortung in einem fordernden Amt. Verantwortung, die möglichst ungeteilte Konzentration und fehlerfreie Arbeit verlangt: Mit Blick auf die größte Bundeswehrreform in ihrer Geschichte, die ich angestoßen habe und mit Blick auf eine gestärkte Bundeswehr mit großartigen Truppen im Einsatz, die mir engstens ans Herz gewachsen sind.

Wenn allerdings - wie in den letzten Wochen geschehen -  die öffentliche und mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt, so findet eine dramatische Verschiebung der Aufmerksamkeit zu Lasten der mir Anvertrauten statt.

Unter umgekehrten Vorzeichen gilt Gleiches für den Umstand, dass wochenlang meine Maßnahmen bezüglich der Gorch Fock die weltbewegenden Ereignisse in Nordafrika zu überlagern schienen.

Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten.

Und deswegen ziehe ich – da das Amt, die Bundeswehr, die Wissenschaft und auch die mich tragenden Parteien Schaden zu nehmen drohen -  die Konsequenz, die ich auch von anderen verlangt habe und verlangt hätte.

Kommentare (9)

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sabine

01.03.2011, 12:28 Uhr

Ich ziehe den Hut vor Herrn von Guttenberg als Mensch und Minister. Ich bedauere seinen Rückzug aus der Politik. Die Medien und die "weisen Wissenschaftler" haben es geschafft, dass so ein beliebter Minister bei den meisten der "dummen Bevölkerung" zurücktritt.
Ich gebe dem Ex-Minister recht, indem er sagt, dass man sich gar nicht für seine Arbeit, sondern nur noch für die Person interessiert, aber ich als Berustätige interessiere mich für sein geleistetes Werk und das fand ich sehr gut.

Sabine Mosch

sven

01.03.2011, 12:32 Uhr

Einer ist weg.Nun fehlt noch der rest der Lügenbande.Frau Alternativlos Merkel Systemrelevant Kanzlerin.Mitwisser Mittäter,nehmen sie ihre Minister an die Hand und begleiden sie sie auch mit auf dem weg aus Berlin.Ein paar Tage Urlaub in Texas und die finden schon neue Aufgaben für Sie,die kleine warmherzige Bushschwester.Ob schwarz,gelb,rot oder grün Scheiße bleibt Scheiße. Eine private Zentralbank, die Zahlungsmittel ausgibt, ist für die Freiheiten der Menschen eine größere Gefahr als eine stehende Armee.“ (Thomas Jefferson, dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1801-1809)

Und genau das ist die EZB und die FED und andere zentral Banken. „Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven.“

„Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.“ (Ludwig von Mises, 1881 - 1973)

sven

01.03.2011, 12:38 Uhr

Um anderen bei einem demokratichen aufbau helfen zukönnen.Müssen wir selber wieder soetwas Demokratie herstellen. Alle müssen mehr arbeiten, um mehr Geld zu verdienen“, meinen zumindest die Politiker und „Experten“. Aber Geld entsteht nicht durch Arbeit. Es entsteht durch Schulden. Und „verdient“ wird das meiste Geld auch nicht durch eigene Arbeit sondern durch die Arbeit anderer, nämlich durch Zinsen.

Die arbeitsteilige Wirtschaft und der technologische Fortschritt dienen eigentlich dazu, den Menschen die Arbeit abzunehmen. Und das tun sie so erfolgreich, daß die Menschen immer weniger arbeiten müssen und die Arbeitslosenquote stets wächst. Das „Problem“ daran ist nur, daß dieser Erfolg nicht zu unserem Finanzsystem paßt, das permanentes Wachstum von Schulden benötigt. Und für Schulden muß man schließlich arbeiten. Die allseits nachgeplapperte Forderung nach „mehr Arbeit“ unter dem Motto: „Hätte man bloß nicht die Maschinen erfunden, dann hätten wir alle mehr Arbeit.“ ist – genau wie das Märchen von der Rückzahlung der Staatsschulden – einer der dümmsten und lächerlichsten Schildbürgerstreiche, die es je gab.

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