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16.02.2011

12:06 Uhr

Guttenberg wehrt sich

„Der Plagiatsvorwurf ist abstrus“

Verteidigungsminister zu Guttenberg reagiert demonstrativ gelassen auf Vorwürfe, er habe Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben. Die CSU warnte davor, den Minister zu beschädigen, die Grünen fordern eine Aufklärung.

In der Schusslinie: Guttenberg. Quelle: dapd

In der Schusslinie: Guttenberg.

BerlinVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wehrt sich gegen Plagiats-Vorwürfe bei seiner Doktorarbeit, schließt aber einzelne Fehler beim Zitieren nicht aus. "Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus", teilte Guttenberg am Mittwoch in Berlin mit. "Ich bin gerne bereit zu prüfen, ob bei über 1200 Fußnoten und 475 Seiten vereinzelt Fußnoten nicht oder nicht korrekt gesetzt sein sollten und würde dies bei einer Neuauflage berücksichtigen." An der Arbeit der Dissertation hätten keine Mitarbeiter mitgewirkt. "Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung."

"Ich habe die Arbeit nach besten Wissen und Gewissen angefertigt", hatte der Minister zuvor über einen Sprecher mitteilen lassen. Der Ombudsmann für wissenschaftliche Selbstkontrolle der Universität Bayreuth befasse sich bereits mit der Angelegenheit. "Der ist dafür auch die richtige Stelle", erklärte Guttenberg. "Dem Ergebnis der jetzt dort erfolgenden Prüfung sehe ich mit großer Gelassenheit entgegen".

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, Guttenbergs Dissertation von 2006 enthalte an mehreren Stellen fremde Texte, die nicht als solche ausgewiesen seien. Dabei handle es sich unter anderem um die wortgleiche Wiedergabe einiger Passagen eines Zeitungsartikels sowie einiger Sätze aus einem Vortrag. Die Texte seien nicht als Zitat in den 1000 Fußnoten oder der 50 Seiten langen Literaturliste der Dissertation aufgeführt. Dies verstoße mindestens gegen die guten wissenschaftlichen Sitten. Insgesamt umfassten die beanstandeten Stellen mehrere Seiten.

Kommentare (6)

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16.02.2011, 15:38 Uhr

Es mag ja misslich für K.Th.z.G. sein, aber auch für ihn gilt dasselbe Recht wie für alle anderen. Er, als Jurist, weiß das und das heißt eigentlich <<Titelaberkennung>>.

Account gelöscht!

16.02.2011, 15:39 Uhr

Das Bild vom aufgeblasenen Fatzke wird immer deutlicher.
Große Hülle , keine Substanz.
Tadel für den Adel!
Kanzlerkandidat? Lachhaft!

Account gelöscht!

16.02.2011, 15:40 Uhr

Es mag ja misslich für K.Th.z.G. sein, aber er weiß es als Jurist am besten selber. Gilt für ihn das Gleiche wie in anderen Fällen dürfte der Titel weg sein.

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