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08.01.2011

17:23 Uhr

Hamburger Grünen-Parteitag

Ehekrach vor der Hochzeitsnacht

VonAndreas Niesmann

Glaubt man den Demoskopen, ist die Bürgerschaftswahl in Hamburg schon gelaufen, bevor der Wahlkampf richtig angefangen hat. Bei Umfragen kommen SPD und Grüne zusammen auf 61 Prozent. Doch die Stärke der Sozialdemokraten ist für die Grünen die größte Gefahr. Entsprechend hart greifen sie bei ihrem Parteitag den vermeintlichen Wunschpartner an.

Gewählt: GAL-Spitzenkandidatin Anja Hajduk. dpa

Gewählt: GAL-Spitzenkandidatin Anja Hajduk.

HAMBURG. Auf einen, der am Boden liegt, soll man nicht treten. Daher spielt die FDP, normalerweise der Lieblingsfeind der Grünen, bei der Landesmitgliederversammlung am Samstag in Hamburg überhaupt keine Rolle. Mit Umfragewerten von drei Prozent drohen die Liberalen bei der Wahl am 20. Februar den Einzug in die Bürgerschaft zu verpassen. Auch mit dem bisherigen Koalitionspartner CDU, der in Umfragen auf 24 Prozent eingebrochen ist, gehen die Grünen auffallend sanft ins Gericht. Man habe die Koalition aufgrund des aktuellen Zustandes der Union beendet, jetzt wolle man nicht auch noch mit Dreck werfen, sagt eine Delegierte.

Wenn nicht noch ein kleines politisches Wunder passiert, steuert Hamburg auf eine rot-grüne Koalition zu. Der Ausgang der Wahl in der Hansestadt wird auch in den Berliner Parteizentralen sorgfältig beobachtet werden. Zum einen, weil mit dem Ende der schwarz-grünen Koalition eine Regierung scheiterte, die nach dem Willen mancher Parteistrategen ein Pilotprojekt für den Bund hätte werden sollen. Zum anderen, weil Union und FDP mit einer empfindlichen Niederlage in das Jahr starten könnten, in dem insgesamt sieben Länderparlamente gewählt werden. Letzte Umfragen in Hamburg sehen die SPD bei 45 und die Grünen, die in Hamburg GAL heißen, bei 16 Prozent.

Also kommt es wohl zu einer Neuauflage jener Koalition, die Hamburg schon von 1997 bis 2001 regiert hat. "Die programmatische Nähe ist so weit gegeben, dass man sich das vorstellen kann", sagt die frisch gewählte grüne Spitzenkandidatin Anja Hajduk am Rande der Versammlung. Eine echte Liebeserklärung ist das nicht.

Noch zu gut haben die Hamburger Grünen die Demütigungen im Gedächtnis, die sie während der gemeinsamen Regierungszeit mit den Sozialdemokraten erdulden mussten. Ein zweites Mal, daran lassen sie keinen Zweifel, wollen sie sich und ihre Themen nicht von der SPD an die Wand drängen lassen. "Eines muss Olaf Scholz wissen", droht Fraktionschef Jens Kerstan in Richtung des SPD-Spitzenkandidaten. "Links blinken und rechts abbiegen wird es mit uns Grünen nicht mehr geben."

Kommentare (3)

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Autonomos

09.01.2011, 02:03 Uhr

GrünRot in Hamburg: "Links blinken und rechts abbiegen wird es mit uns Grünen nicht mehr geben." Also links blinken und links abbiegen. D.h. noch mehr Stadtstaatsschulden, die über den Länderfinanzausgleich bezahlt werden müssen, damit uns die linksgrüne Menschheitsbeglückung mit ihren nicht nur voltaischen Vernunftprojekten weiter zum Abgrund schieben kann.

Völlig rätselhaft: Unser Gemeinwesen läuft allein schon durch seine nicht nur für Südeuropa aufgenommenen Schulden den bach herunter; die Grünen (Euro-bonds-befürworter; die SPD auch! beide für einen Vermögenstransfer aller (auch armen) Deutschen zum Süden!) bekommen dennoch Zulauf.

Unsere Gesellschaft ist von der Regierung, den Parteien bis hinunter zum Volk so krank, daß die sich nicht mal mehr über ihr Überleben Gedanken machen.

Warum nur? Verdebilisiert und aufs Untergehen spezialisiert. Deutsche Romantik eben. Mit großer Musik von Angela Merkel.

Das sollten sie aber tun.

Die Staatsverschuldung

09.01.2011, 03:06 Uhr

ist auch bei uns bereits exorbitant hoch. Wer glaubt, mit Rot/Grün wird es besser, wird sich noch wundern.
Wer hat denn für Hartz4 gesorgt? Die SPD!
Wer hat zugelassen, dass am deutschen Markt Derivate uneingeschränkt und ohne Aufsicht gehandelt werden dürfen??? Steinbrück von der SPD!

Die SPD und die Grünen werden unser Land noch mehr verschulden und das Steueraufkommen noch schneller verschenken als die derzeitige Regierung.
Das gilt im Kleinen und im Großen!

Wir brauchen alle neue Parteien. Gibt es in Hamburg keine Alternativen???

Die Grünen wollen den totalen Transfer in die PiiGS, die gesamte Republik mit Windrädern überbauen und wundern sich, dass nicht jeder ihre Klimalügen glaubt. Man braucht dazu nur mal im internet zu googeln.
besonders interessant sind auch gewisse Aussprüche dieser Politiker. Da sieht man, wes Geistes Kind sie sind: http://www.widerhall.de/57wh-zit.htm

Hoffentlich bleibt Hamburg davon verschont!!!

josi

09.01.2011, 11:52 Uhr

ich frage mich wer noch Arbeiten will wenn man die Hartz 4 Entgelde noch weiter erhöht.
Wir leisten uns eine Rente die in der Ausenwelt(außer Europa) nicht gibt.
Wir erhöhen Sozialabgaben die die Arbeitende bevölkerung nicht erarbeiten kann.
Denn auch die Akademiker wollen mehr als 50.000€ verdienen.Einfache angestellte Firmenbosse verdienen heute schon mehr als die(der) bundeskanzler(in).
Dreimillionen Taugenichtse plus X kann man aber nicht mit Höchstlöhnen wenn man das Ausland 5Mrd Menschen Durchschnittlöhne 400€ und weniger ansiedelt. Da sind Hatz 4 Löhne schon Fürstlich.
Nur wie kann man da als Politiker für Ausgleich sorgen.Das geht natürlich nur wenn wir uns unsere Patende und Arbeitspläze ins Ausland exportieren wie es unter der Rot/Grünen geschah.40 Mrd wollen die Grünen ins Ausland exportieren um das Weltklima zu retten uns die zumindest armen Länder(ihr Geld in unserem € gerechnet) unterstützen.Gleichzeitig müssen wir ja unsere teueren Atonstrom mit noch teueren Ergas,Öl,und noch teueren und zumindest noch nicht in ausreichender Menge herzustellender Erneuerbare Energie zu Prodzieren.
Also nur das linke Lager kann für 1-5 Jahre für "Gerechten" Ausgleich zwischen arm und Reich sorgen. Wer glaubt das "Reiche" nicht mit ihrem Kapital auswandern und nur noch arme in unsrem Land zurücklassen und dann noch das zu bezahlen oist das uns das linke Lager verspricht der Muß
Rot,Grün,oder die Linke ----WÄHLEN Leider

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