Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.09.2013

07:15 Uhr

Handelsblatt Business Monitor

Manager klagen über ausbleibende Reformen

ExklusivSchwarz-Gelb regiert an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei. Das belegt eine Umfrage unter 600 Führungskräften. Sie fordern ein einfacheres Steuerrecht und Bürokratieabbau – und noch ein Thema treibt die Manager um.

Die Führungskräfte sehen viele ihrer Anliegen von der Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Vize Philipp Rösler nicht berücksichtigt. dpa

Die Führungskräfte sehen viele ihrer Anliegen von der Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Vize Philipp Rösler nicht berücksichtigt.

DüsseldorfDie wichtigsten Aufgaben, die die nächste Bundesregierung angehen sollte, sind aus Sicht der Wirtschaft die Vereinfachung des Steuerrechts und der Abbau von staatlicher Bürokratie. Das ist das Ergebnis des aktuellen Handelsblatt Business Monitors. 89 Prozent der Befragten nannten den Abbau von staatlicher Bürokratie als sehr wichtige oder wichtige Aufgabe, um die sich die nächste Bundesregierung verstärkt kümmern sollte. Für jeweils 85 Prozent der interviewten Manager gehören die Vereinfachung des Steuerrechts und die Verbesserung des Bildungs- und Ausbildungssystem zu den besonders vordringlichen Aufgaben.

Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 21. August und dem 5. September 631 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft befragt.

Großen Handlungsbedarf sehen die Manager in der Abhöraffäre US-amerikanischer und britischer Geheimdienste. 66 Prozent der befragten Führungskräfte halten die Strategie der Bundesregierung im Kampf gegen die Ausspähung von Daten für unzulänglich. Sie sind der Meinung, dass weitreichendere Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssten. 81 Prozent der Manager gehen davon aus, dass ausländische Geheimdienste gezielt Betriebsgeheimnisse deutscher Unternehmen ausforschen. Aus diesem Grund ergreifen sie Gegenmaßnahmen: So achten 73 Prozent der Manager bewusst darauf, dass sich die Server, über die die Unternehmen ihren Datenverkehr abwickeln, in Deutschland befinden.

Obwohl die Führungskräfte viele ihrer Anliegen von der aktuellen Bundesregierung nicht berücksichtigt sehen, präferieren die Manager dennoch nach der Wahl eine Fortsetzung der Koalition aus CDU/CSU und FDP. 52 Prozent der Manager wäre ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis am liebsten, 28 Prozent plädieren für eine Große Koalition, sechs Prozent für Schwarz-Grün und nur vier Prozent für ein rot-grüne Regierung nach der Bundestagswahl am 22. September.

Kommentare (15)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

09.09.2013, 08:17 Uhr

Wenn die "Manager" nix auf die Reihe kriegen suchen sie die Schuld bei anderen. Umstände müssen geändert werden u..s.w..

Account gelöscht!

09.09.2013, 08:19 Uhr

Wir mit unseren deutschen verkammerten Freien Berufen wissen, dass wir eine deutsche Solidargemeinschaft sind.

Wir sind aber noch keine europäische Solidargemeinschaft.

Und da liegt das Problem: Woher sollen die andern wissen, dass unser Gesellschafts-System überlegen ist, wenn die es nicht wahrnehmen können, und sich über mich lustig machen, indem die einfach die Gewinn-Steuern reinvestieren? :-)

Unsere Politik und unsere verkammerten Freien Berufe sind über Verbände organisiert, aber das ist nicht überall so!

Aber weil der Juristerei-Kram aus Brüssel vor geht, ist es gerade grenzwertig, ob unsere Soziale Marktwirtschaft mit all ihren Institutionen, Berufsständischen Organisationen, der solidarischen Pflichtsozialversicherung und dem ganzen gesellschaftlichen Krimskrams dieser Belastung standhält.

Jede deutsche Körperschaft des öffentlichen Rechts hat ja verschiedene Institutionen, d.h. die Apotheker-Kammer hat einen dazugehörigen Verband, ein eigenes Versorgungswerk, ehrenamtlich arbeitende Mitglieder, und das alles nicht nur auf Bundesebene, sondern föderal im ganzen Bundesgebiet.

Das ist bei den Anwälten, den Ärzten, den Steuerberatern, den Notaren usw auch überall so gelöst.

Die Konzerne binden den Steuerkammern und den Anwälten natürlich nicht auf die Nase, wie man an deren Gewinnsteuern kommen kann, weil die das Geld behalten^^

Ich finde, es bedarf einer europaweiten, konzertierten, staatenübergreifenden, nahezu unpolitischen und parteiübergreifenden Aktion, um unsere gute deutsche Verbands- und Vereinsarbeit um die zwei Themen "Internet" und "Europa" zu ergänzen. Die hat uns doch erst dahin gebracht, wo wir heute sind?

Das Ehrenamt muss sich dafur grenzüberschreitend und unpolitisch europaweit vernetzen. Das dauert. Deswegen sollten wir europaweit zuerst die Gewinnsteuern der Konzerne reinholen, oder die Unternehmensbesteuerung der Kleinunternehmer fairerweise SOFORT aufheben!

Am besten noch VOR DER WAHL! ;-)))
Sonst kommt es auf die lange Bank.

Account gelöscht!

09.09.2013, 08:30 Uhr

Anscheinend kann ich die noch fehlenden, eigentlich aber auf deutschem Boden anfallenden Gewinnsteuern der multinationalen Konzerne gar nicht einklagen?

Die reden einfach weiter um den heißen Brei drumherum und wollen jetzt medienwirksam die Finanzierung der Konzerne verteuern. Das ist ja clever.

In unserer Verfassung steht was von Bürgern, dem Staat und vielleicht von Unternehmern, aber da steht nicht wirklich was drin von Kapitalgesellschaften auf Mauritius oder Tonga?

Gesetzeslage ist heute so, wie sie eben heute ist. Die Gesetze muessen dafür geändert werden, aber das soll ich besser nicht alleine machen, sondern das ist Sache der Regierung^^

Hm. Auf EU-Ebene entwickeln sich die Gesetzesvorhaben explosionsartig, aber leider nur mit einer gemütlichen Geschwindigkeit. Noch langsamer wäre rückwärts.

Komisch eigentlich, dass der Michel jetzt noch immer pennt.
Ich geh dann mal den guten Michel wecken...
Ist ja gleich auch schon fast Mittag und keine Schlafenszeit.

Gleich gibts ja schon Mittach, na dann Prost-Mahlzeit!^^
Der glaubt wohl, dem scheint die Sonne aus dem Arsch...

Michel? Miiiiiiiiiicheeeeel?

Junge, wie Du wieder aussiehst!^^

Liegst Du wieder betrunken mit Aphrodite oder ner Sexgöttin im Bett? Die in Südeuropa ham nix mehr zum Kauen, und wir bald auch nicht!
Willst Du, dass wir sterben?

Stehma endlich auf jetzt!
Komma her!

Geh mal aufs Amt und mach mal die Gesetze für die offenen Steuern von den Konzernen!

Oder mach wenigstens ma, dass ich als eingetragener Kaufmann (e.K.) fairerweise ab morgen keine Gewinnsteuern mehr zahlen brauch, solange die Steuern der Konzerne noch fehlen.

Ich seh das nämlich gar nicht ein, und finde das in höchstem Maße diskriminierend und unfair.^^

Ausserdem warte ich seit 5 Legislaturperioden darauf und das hat uns erst die Krise beschert.


Dann kannste auch weiterpennen!^^

Außerdem, lieber Michel, schau mal was Du hier wieder in Kashmir angerichtet hast ^^
http://t.co/TwvNXNASX

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×