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24.07.2011

20:07 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Der Euro rechnet sich für deutsche Wirtschaft

VonYasmin Osman

Ohne die Gemeinschaftswährung wäre nach Berechnungen der staatlichen Förderbank KfW das Wirtschaftswachstum in den vergangenen zwei Jahren deutlich niedriger ausgefallen.

Geld in der Registrierkasse eines Ladens in München. Quelle: dpa

Geld in der Registrierkasse eines Ladens in München.

Frankfurt Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen zwei Jahren nach Berechnungen der staatlichen Förderbank KfW deutlich vom Euro profitiert. „Alle reden darüber, was uns der Euro im Moment kostet“, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch im Interview mit dem Handelsblatt. Deshalb hat die KfW analysiert, was geschehen wäre, wenn Deutschland 2009 und 2010 noch die D-Mark gehabt hätte und die Bundesbank für die Geldpolitik in Deutschland zuständig gewesen wäre.

Das Ergebnis: Die D-Mark hätte massiv aufgewertet und die Bundesbank hätte die Zinsen stärker angehoben, als es die Europäische Zentralbank getan hat. „Beide Effekte zusammengenommen hätten dazu geführt, dass das Niveau des Bruttoinlandsprodukts Ende 2010 um 2,3 Prozent niedriger gelegen hätte“, sagte Irsch. In den beiden untersuchten Jahren hatte der nominale Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts zusammen 5,6 Prozent betragen. „Der Vorteil des Euros für Deutschland gegenüber einer fiktiven D-Mark dürfte aufgrund dieser beiden Effekte in den zwei Jahren zusammengenommen somit etwa 50 bis 60 Milliarden Euro betragen“, sagte Irsch.

 

Kommentare (19)

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Erwin_S

24.07.2011, 20:33 Uhr

Vielen Dank für diesen wertvollen Artikel. Sie setzen wirklich alles daran, uns den Euro zu verkaufen.


Wahrscheinlich hat sich der Euro auch für diesen Verlag "gerechnet".

Mal abgesehen von der Inflation, die zu rückläufigen Reallöhnen führte, haben wir jetzt drohende Verbindlichkeiten aus dem Rettungsschirm von über 200 Mrd. Euro. Die Blase im Deutschen Export wird auch noch einiges kosten, wenn Frau Merkel die Nerven bei der nächsten Rezession verlieren wird.

Diese Sicht der Dinge findet sich nicht in ihrem Artikel, und natürlich nicht in unserer "Qualitätspresse". Wer hat Sie für diesen Exklusivartikel bezahlt?

Island

24.07.2011, 20:33 Uhr

In diesen Zusammenhang wird der NEGATIVE EFFEKT des Euros seit seiner Einführung in der BRD unterschlagen.

Wir hatten nur noch ein durchschnittliches Wachstum von 0,8 Prozent!

Das ist also keine ERFOLGSGESCHICHTE.

Achso letztes Jahr hatte Schweden ein Wirtschaftswachstum von 5,5 Prozent ohne EURO!

Karl

24.07.2011, 21:06 Uhr

Der Euro ist ein verlogenes, korruptes, politisches Konstrukt !
Nur ebensolche Politiker wollen uns das schönreden

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