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15.05.2011

14:43 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Eine Milliarde Euro für E-Mobility

VonBarbara Gillmann, Klaus Stratmann

Der Bund will massiv in die Entwicklung von Energiespeichern investieren. Das kündigte Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Gespräch mit dem Handelsblatt an.

Annette Schavan (CDU) am Steuer eines Elektroautos. Quelle: dpa

Annette Schavan (CDU) am Steuer eines Elektroautos.

BerlinDie Bundesregierung will die Förderung für die Erforschung der Elektromobilität - vor allem der Speicherbatterien - massiv ausbauen. Die Fördersumme für den Rest der Legislaturperiode soll sich auf rund eine Milliarde Euro verdoppeln, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Etwa die Hälfte davon würde wie bisher auf das Forschungsministerium entfallen.

Dessen Chefin Annette Schavan (CDU) verriet im Vorfeld des E-Mobility-Gipfels an diesem Montag nur: "Die Bundesregierung legt erheblich zu. Das gilt selbstverständlich besonders für das Forschungsministerium, das eine wichtige konzeptionelle Rolle wahrnimmt."

Am morgigen Montag wird die von der Bundesregierung im vergangenen Jahr ins Leben gerufene "Nationale Plattform Elektromobilität" (NPE) der Kanzlerin ihren Abschlussbericht übergeben. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Millionen Elektromobile auf die Straße zu bringen. Der NPE-Bericht soll den Weg weisen, auf dem dieses Ziel erreicht werden kann. Die NPE war im Frühjahr vergangenen Jahres ins Leben gerufen worden. In dem Bericht macht sich die Industrie für Subventionen stark, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen anzukurbeln.

Schavan spricht sich gegen eine Absatzförderung ab. "Nicht das üppigste Subventionspaket, sondern die größte technologische Kompetenz entscheidet über den Markterfolg der Elektromobilität", sagte die CDU-Vizevorsitzende dem Handelsblatt. "Der Staat konzentriert sich auf Forschung und Entwicklung - zur Verantwortung der Unternehmen gehört es dann, dass ein sich selbst tragender Markt entsteht."

Die Batterien seien nicht nur das Herzstück der Elektromobilität, sondern "bieten Speicherkapazitäten für Wind und Sonne, die wir für den Umbau unserer Energieversorgung so dringend brauchen", sagte Schavan. "Daneben fördern wir auch konkrete Projekte zum Energiemanagement in Elektroautos, zur Antriebstechnik und zur Aus- und Weiterbildung in dieser Zukunftsbranche."

Kommentare (1)

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Subventionserpressung

15.05.2011, 18:35 Uhr

"In dem Bericht macht sich die Industrie für Subventionen stark..."

Hat ja wieder alles geklappt. Wer am lautesten schreit, dem wird geholfen. Füttert die Bosse mit Subventionen, sie tun doch soviel für Deutschland. Forschungsgelder nennt man das neuerdings. Die Forschungsergebnisse der Industriezweige liegen schon längst in den Schubladen. An Verbesserungen wird auch ständig gearbeitet. Nur werden die Entwicklungen solange zurückgehalten bis der erpresste Staat endlich die Subventionsgelder rausrückt. Wäre ich ein deutscher Manager hätte ich langsam Angst, dass mich jemand auf der Fahrt ins Büro in die Luft sprengt.

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