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01.04.2012

13:25 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

EZB-Schattenrat fordert Zinssenkung

VonNorbert Häring

ExklusivDer EZB-Schattenrat verlangt von der europäischen Notenbank eine rasche Zinssenkung - und zwar mit deutlicher Mehrheit.

EZB-Präsident Mario Draghi und seine Kollegen sollen die Zinsen senken, wenn es nach dem Schattenrat geht. dpa

EZB-Präsident Mario Draghi und seine Kollegen sollen die Zinsen senken, wenn es nach dem Schattenrat geht.

Elf von 15 Mitgliedern der Notenbank-Beobachtergruppe EZB-Schattenrat fordern die Europäische Zentralbank (EZB) laut Handelsblatt-Informationen zu einer Zinssenkung am Donnerstag auf. Dem Gremium, das erstmals 2002 auf Initiative des Handelsblatt zusammentrat, gehören 15 renommierte europäische Volkswirte an.

Die zunehmenden Diskrepanzen in der Wirtschaftsentwicklung innerhalb der Währungsunion stellen nach Ansicht renommierter Ökonomen eine große Gefahr dar. „Die Unterschiede werden anhalten und  größer werden. Sie stellen die Funktionsfähigkeit der Währungsunion in Frage“, warnte Julian Callow, Europa-Chefvolkswirt von Barclays Capital. Die wirtschaftlichen Aussichten für die Peripherieländer der Währungsunion trüben sich immer weiter ein. „Es besteht die ernste Gefahr, dass weitere Randländer in eine Abwärtsspirale geraten wie das Griechenland und irgendwann ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können“, meint José Alzola vom Beratungsunternehmen Observatory Group.

„Es ist wichtig, dass die EZB mit ihrer Zinspolitik die Konjunktur so weit wie möglich stützt“, forderte Elga Bartsch, Europa-Chefvolkswirtin von Morgan Stanley. Sie gab damit die Meinung von gut zwei Dritteln der Schattenräte wieder, die die EZB auffordern, bei ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag den Leitzins zu senken, der derzeit bei einem Prozent liegt.

Kommentare (9)

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Hellwach

01.04.2012, 14:54 Uhr

Noch mehr Spielgeld?
Das Argument sticht nicht. Wenn wir unseren Export über Eurostützung erhalten müssen, dann können wir ja gleich unsere Produktionen mit eigenem Geld zurückkaufen.
Oder empfehlen Sie einem Gastwirt “ Umsatzerhöhung durch mehr Freibier “ ?

falschmuenzer

01.04.2012, 14:58 Uhr

Spielgeld gibtes genug....
Das Argument sticht nicht. Wenn wir unseren Export über Eurostützung erhalten müssen, dann können wir ja gleich unsere Produktionen mit eigenem Geld zurückkaufen.
Oder empfehlen Sie einem Gastwirt “ Umsatzerhöhung durch mehr Freibier “ ?

Account gelöscht!

01.04.2012, 15:37 Uhr

Barclays und Morgan Stanley? Warum dürfen sich die so laut im EZB-Schattenrat gebährden? Warum wirft die keiner aus?

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