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15.06.2011

19:09 Uhr

Handelsblatt exklusiv

Grube präsentiert Stresstest-Ergebnis

Am 11. Juli werden zunächst die Projektpartner von Stuttgart 21 über die Ergebnisse des Tests informiert, die Öffentlichkeit muss sich drei Tage länger gedulden.

Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 demonstrieren vor dem Hauptbahnhof in Berlin. Quelle: dpa

Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 demonstrieren vor dem Hauptbahnhof in Berlin.

BerlinDer Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, will die Ergebnisse des Stresstests für das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 samt Testat des Gutachters SMA am 11. Juli den Projektpartnern übergeben. Das geht aus einem streng vertraulichen Brief Grubes hervor, der dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt. Darauf hätte sich die Bahn mit dem Land Baden-Württemberg im Lenkungskreis verständigt, heißt es in dem Brief.

Am 14. Juli kommt es zur öffentlichen Präsentation, via TV: Die Ergebnisse sollen „unter der Moderation von Dr. Heiner Geißler“ wieder wie schon bei der Schlichtung zuvor erörtert und auf  Phoenix übertragen werden, wie Grube weiter schreibt. Geplant sei dies von 16 bis 21 Uhr, bestätigte ein Sprecher von Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Die Vorabinformation der Projektträger sei nötig, „um endlosen Diskussionen nach der offiziellen Ergebnispräsentation vorzubeugen“, heißt es in Grubes Brief.

Am 15. Juli endet die Bindungsfrist für die Ausschreibung des Tunnels für das Bahnhofsprojekt. Grubes Ziel bleibt es, die entsprechenden Aufträge zu vergeben. Die Bahn werde zwar zunächst „keine Tunnelvergabe vor der Ergebnispräsentation“ vornehmen, „allerdings darf der 15. Juli 2011 als Frist für die Vergabe nicht gefährdet werden“, habe die Bahn dem Land im Lenkungskreis als Kompromiss angeboten, wie es in dem Brief heißt. Die Landesregierung indes hatte einen Baustopp bis zum Volksentscheid gefordert. Den wiederum hatte die Bahn mit dem Hinweis abgelehnt, die Kosten dafür nicht tragen zu wollen.

Von

dhs

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.06.2011, 05:49 Uhr

Eine gute Gelegenheit, Heiner Geissler mit Eiern und Toamten zu zeigen, was von seinem "Schlichterspruch" zu halten ist: Er ist vor Grube & Co. eingeknickt und hat die bei den Präsentaionen deutlich herausgearbeiteten Mängel in einer offensichtlich manipulierenden Weise übertüncht. Geissler galt als letzter Vertreter eines "sozialen Gewissens" in der CDU, auch diesen Anspruch hat er zumindest bei vielen Bürgern Stuttgarts verloren. So lange sich Kretschmann und Hermann nicht zuvorderst unter die Demonstranten gegen S21 für K21 mischen, werden sie den Vertrauenskredit der Wähler verspielen!

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