Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.03.2011

04:00 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Grüne werfen Merkel wirtschaftsfeindliche Energiepolitik vor

Angesichts der Streitigkeiten innerhalb der schwarz-gelben Koalition über die künftige Atompolitik haben die Grünen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen.

Die Grünen bemäkeln Angela Merkels Energiekurs. Quelle: dpa

Die Grünen bemäkeln Angela Merkels Energiekurs.

Düsseldorf„Dass die Bundesregierung bei einer so zentralen Frage wie der Energieversorgung planlos herumirrt, ist ein Trauerspiel“, sagte Malte Spitz, Grünen-Wirtschaftsexperte und Mitglied im Bundesvorstand seiner Partei, im Interview mit Handelsblatt Online. Statt eine klare Linie in der Atomfrage zu zeichnen, verbreite Merkel und ihre Koalition nur Chaos. „Das verunsichert auch die Wirtschaft“, warnte Spitz. „Denn Investitionen in Erneuerbare Energien sind schlicht unmöglich, wenn die politischen Rahmenbedingungen unklar sind.“

Dass die Kanzlerin einen breiten politischen Dialog über die künftige Energiepolitik und den Atomausstieg angekündigt hat, hält Spitz für ein unglaubwürdiges Manöver. Merkel packe das Thema an, nachdem sie erst vor drei Monaten einen tragfähigen Energiekonsens zwischen Politik und Atomwirtschaft aufgekündigt hat. „Damit hat sie den Fahrplan für den Atomausstieg in die Tonne getreten, und jetzt steht sie vor den Scherben ihrer Politik und muss von vorn anfangen“, sagte Spitz. „Selbst wenn nach dem dreimonatigen Atommoratorium die bereits abgeschalteten Meiler abgeschaltet bleiben, wird sie durch ihr Hin und Her nicht an Glaubwürdigkeit dazu gewinnen.“

Harsche Kritik äußerte Spitz auch an der Rolle von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in der Atomfrage. „Norbert Röttgen hat sich in der Atomdebatte in keinster Weise mit Ruhm bekleckert. Deshalb ist er für uns auch kein Verbündeter“, sagte der Grünen-Politiker und fügte hinzu: „Und wenn man sich den Zickzack-Kurs der Union ansieht, spricht nur wenig dafür, dass Herr Röttgen das Heft in der Hand hält und dass er 2013 ein Partner für die Grünen sein kann.“

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Revision

31.03.2011, 04:54 Uhr

wenn der deutsche Buerger die Energiepolitik der Sozialisten und Gruenen zu spueren bekommt, kann es Jahrzehnte dauern bis wir diese Entscheidung umkehren koennen. Eventuell werden wir es nie schaffen.
.
Ja, Deutschland schafft sich ab!!!

Morchel

31.03.2011, 06:31 Uhr

@ Revision und die erde hat aufgehört sich zu drehen.spürst du es schon.die konterminierten Japaner stimmen dir bestimmt zu, und die ukrainer erst die spüren das schon die letzten 25 jahre du solltes dich abschaffen bei der zukunft ohne Akws einfach nur mitleid mit so einer holen meinung

Revision

31.03.2011, 08:16 Uhr

@Morchel:
typisch deutsche Hysterie. Noch nicht einmal die Japaner reagieren so panisch und ueberzogen.
.
Ausserdem solltest du den Unterschied zwischen "holen" und "hohlen" nachlesen, bevor du grossen Sprueche im Kommentarbereich machst.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×