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14.03.2012

18:24 Uhr

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat das Ehegattensplitting gegen Kritik verteidigt: „Der Grundgedanke ist richtig. Wir sollten es honorieren, wenn zwei Menschen füreinander Verantwortung übernehmen und dann auch finanziell füreinander einstehen“, sagte sie dem Handelsblatt. Damit wies die Familienministerin die Forderung der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) zurück, das Ehegattensplitting abzuschaffen.

Im Gutachten für die Kanzlerin hatte EFI gewarnt, das Splitting wirke sich "schädlich auf den Innovationsstandort Deutschland aus", weil es für Frauen falsche Anreize setze, ganz oder überwiegend zu Hause zu bleiben. Das Qualifikationspotenzial von Millionen Frauen in der sogenannten ,stillen Reserve' müsse besser genutzt werden, um den Wohlstand in Deutschland zu sichern.

Problematisch findet Schröder jedoch die Steuerklassen: „Sie führen meist dazu, dass Frauen mit der ungünstigeren Steuerklasse frustriert sind über die hohen Abzüge - selbst wenn sich das am Jahresende rechnerisch wieder ausgleicht.“ Daher empfehle sie das sogenannte Factoring-Verfahren, bei dem der Steueranteil fair auf beide Partner je nach Höhe des Gehalts aufgeteilt wird. Zugleich sprach sie sich aber für eine Erweiterung des Ehegatten- zum Familiensplitting, wie es die CDU im Grundsatzprogramm anstrebt.

Von

bag

Kommentare (1)

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BoKi

15.03.2012, 08:37 Uhr

Bei der Aufteilung der Steueranteile auf beide Partner wird nicht das Factoring-Verfahren angewendet, sondern das Faktor-Verfahren (siehe: https://www.abgabenrechner.de/fb2012/ ).
Dagegen bezeichnet das Factoring-Verfahren den Ankauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen (siehe: http://www.factoring-marktplatz.de ).

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