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12.03.2013

15:38 Uhr

Handelsblatt Prognosebörse

FDP bekommt Auftrieb durch Parteitag

VonJan Mallien

Nach ihrem Parteitag legt die FDP zu. Auf der Handelsblatt-Prognosebörse liegt sie bei über sieben Prozent. Immer enger wird es hingegen für die Linkspartei. Sie hält sich nur noch ganz knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Die FDP hat sich nach der Niedersachsen-Wahl wieder etwas gefangen.

Die FDP hat sich nach der Niedersachsen-Wahl wieder etwas gefangen.

Es war ein offensiver Start in den Wahlkampf für die FDP. Ihr Spitzenkandidat Rainer Brüderle sparte nicht mit Kraftausdrücken. "Wir lassen nicht diese Fuzzis, diese fehlprogrammierten Typen unser Land regieren", sagte er mit Blick auf Rot-Grün. Brüderle nannte SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück eine „Fettnapf-Suchmaschine“. Die Offensiv-Strategie kommt offenbar an. Auf der Handelsblatt-Prognosebörse konnte die FDP nach dem Parteitag zulegen. Sie kommt jetzt auf 7,5 Prozent.

Auch die Union hat sich mit 37,3 Prozent vergleichsweise gut gehalten. Zusammen kämen CDU und FDP auf 44,8 Prozent. Rot-Grün liegt mit 42,4 Prozent knapp dahinter.

Das Ergebnis wäre ein Patt: Weder die CDU könnte mit ihrem Wunschpartner FDP koalieren, noch die SPD mit den Grünen. Schuld daran ist die Linkspartei, die mit 5,7 Prozent erneut den Einzug in den Bundestag schaffen würde. Im Vergleich zum Ergebnis bei der letzten Bundestagswahl wäre dies indes eine herbe Enttäuschung für die Partei um Gregor Gysi und Sarah Wagenknecht. Vor dreieinhalb Jahren kam die Linkspartei bei der Bundestagswahl noch auf 11,9 Prozent.

Auf der Prognosebörse können Teilnehmer die Parteien bei der Bundestagswahl als virtuelle Aktien handeln. Dahinter steckt folgende Idee: In den Aktienkurs fließen die unterschiedlichen persönliche Erwartungen der Teilnehmer über das Abschneiden der Parteien ein. Am Ende des Spiels erfolgt eine Auszahlung, die dem Ergebnis der Parteien bei der Bundestagswahl entspricht. An der Prognosebörse lässt sich so täglich ablesen, wie sich politische Ereignisse auf die Erwartungen auswirken.

Weltweit gibt es Prognosemärkte zu ganz unterschiedlichen Themen: Zur Vorhersage von Grippeausbrüchen oder von Umsatzzahlen von Unternehmen. Sie alle haben letztendlich das Ziel, vorhandene Informationen optimal zu nutzen.

Die Teilnahme an der Handelsblatt-Prognosebörse ist kostenlos, erfordert allerdings eine Registrierung, damit Ihre Handelsaktionen Ihrem Konto zugeordnet werden können. Sie können erst handeln, wenn Sie eingeloggt sind. Die Gewinner bekommen attraktive Preise.

Hier kommen Sie zur Prognosebörse.

Kommentare (12)

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JMS

12.03.2013, 15:59 Uhr

Warum sollte ich die FDP wählen?

Bei der letzten Bundestagswahl wählte ich zum ersten Mal die FDP. Die Entscheidung, die FDP zu wählen, hatte ich mir damals sehr gut überlegt. Entscheidend war das Programm und eine Wahlkampfveranstaltung. Dann kam die Wahl und mit dem Start der Regierung von CDU/CSU und der FDP die größte Enttäuschung.
Die FDP setzte die Mehrwertsteuersenkung für Hotels von 19 auf 7 Prozent. Erfolgreiche Lobbyismusarbeit hat gesiegt. Und dann die zahlreichen öffentlichen Querelen zwischen den Regierungsparteien.
Warum also sollte ich jetzt wieder alles glauben und die FDP wählen?

Kritiker

12.03.2013, 16:22 Uhr

Warum sollen wir wieder FDP wählen? Genau diese Frage haben wir uns desöfteren gestellt und auch beantwortet. Wir müssen die FDP wählen,da sie als einzige Partei die persönliche und wirtschaftliche Freiheit des Bürgers höher einstuft als den Zentralismus des Staates.
Gegen politische, persönliche Bevormundung u.a. waren wir 1989 in Leipzig!

Account gelöscht!

12.03.2013, 16:29 Uhr

FDP bei 7 Prozent...
Die Hoffnung stirbt zuletzt(sollte das neue Motto des HBs sein).

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