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10.05.2012

12:53 Uhr

Handelsblatt-Umfrage

NRW-Wähler lassen Röttgen fallen

VonDietmar Neuerer

ExklusivDie Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen könnte zum Debakel für Norbert Röttgen werden. Denn nach einer Handelsblatt-Umfrage sehen die Wähler für den CDU-Spitzenkandidaten keine Zukunft in Düsseldorf.

Der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU, Norbert Röttgen. dpa

Der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU, Norbert Röttgen.

BerlinNorbert Röttgen wird wohl in die Parteiengeschichte als einer der unglücklichsten CDU-Wahlkämpfer eingehen. Von Anbeginn des nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampfs war ihm das Glück nicht hold. Eigenes Unvermögen, sein Widerstand, sich klar zu NRW und einer möglichen Rolle als Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag zu bekennen und eine Wahlkampagne, die nicht zündete, haben Röttgens Pläne, die SPD-Frontfrau Hannelore Kraft auszubooten, schwer erschüttert.

Zuletzt zog der Bundesumweltminister und Vize der Bundes-CDU mit Äußerungen zur Bedeutung der NRW-Wahl für den Euro-Kurs der Bundesregierung Hohn und Spott auf sich. Kritiker halten ihm vor, er wolle sich angesichts schwächelnder Umfragewerte aus der Verantwortung stehlen. Da nutzte es auch nichts mehr, dass Röttgen selbst seine Äußerungen umgehend präzisierte und mit Blick auf die rot-grüne Landesregierung erklärte, die Abwahl einer Regierung in Deutschland, die sich selber zum Schuldenmachen bekenne, sei eine Stärkung des Kurses von Angela Merkel.

Die Bundes-SPD nahm den Fauxpas dankbar auf und aalt sich nunmehr regelrecht in ihrer Schadenfreude. „Die Ereignisse der letzten Tage zeigen: Angela Merkel hat Norbert Röttgen aufgegeben“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. „Die Kanzlerin will nicht Teil des Desasters von Düsseldorf sein“, betonte er mit Blick auf Aussagen Merkels, am Sonntag gehe es nur um NRW, „um nicht mehr und nicht weniger“. Es sei nicht mehr damit zu rechnen, dass Röttgen im Falle einer Niederlage Oppositionsführer in Düsseldorf werde, meinte Oppermann. „Röttgen wird als gescheiterter Kronprinz nach Berlin zurückkehren.“

Oppermanns Einschätzung deckt sich weitgehend mit den Ergebnissen einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Info im Auftrag von Handelsblatt Online. Die Bürger in Nordrhein-Westfalen gehen demnach fest davon aus, dass Röttgen als Wahlverlierer nach Berlin zurückkehrt. Immerhin 61 Prozent sind der Meinung, dass eine Wahlschlappe „keine Konsequenzen für sein Amt als Bundesumweltminister“ habe. Nur 36 Prozent der Befragten sehen seine Zukunft dann als gefährdet an. Selbst die Mehrheit der CDU-Wähler (73 Prozent) glaubt weiter an eine politische Zukunft für Röttgen in der Hauptstadt. Auch die Wähler der anderen Parteien sind überzeugt, dass es für einen Wahlverlierer Röttgen in Berlin weitergehen wird – mit Ausnahme der Linkspartei-Anhänger. Die sind der Umfrage zufolge zu 57 Prozent der Ansicht, dass die politische Karriere des CDU-Politikers am Wahltag beendet sein wird.

Röttgens einsamer Kampf für die CDU

Video: Röttgens einsamer Kampf für die CDU

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Kommentare (25)

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Account gelöscht!

10.05.2012, 13:20 Uhr

Herr Röttgen Ministerpräsident in NRW ?? Hier zeigt er versehentlich, wie er wirklich denkt:
http://www.youtube.com/watchfeature=player_embedded&v=KHjraVrTmro

Tabu

10.05.2012, 13:34 Uhr

eigentlich,gehören ihm nun 30% seiner Bezüge gestrichen.
Jeder Harzer muß flexibel sein und auch sein Umfeld
für Arbeit und Aufgaben verlegen.
Für Röttgen ist Düsseldorf eine Zumutung und er macht
keinen Hehl daraus.

Bundesadler

10.05.2012, 13:40 Uhr

Da hat die Diktatorin mal wieder ganze Arbeit geleistet - wie schon so oft, Stichwort: Bundesbank etc. etc. etc.
Wer unbequem ist kommt weg - alternativlos diese Vorgehensweise. Nur Geduld sie selbst wird die nächste sein!

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