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30.06.2016

18:25 Uhr

Hannelore Kraft

NRW-Ministerpräsidentin will mehr Frauen in der SPD

VonHeike Anger

In der SPD sind Frauen mit nur 32 Prozent noch deutlich unterrepräsentiert. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft will das nun ändern – und so für bessere Entscheidungen in ihrer Partei sorgen.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir 2017 noch mehr weibliche SPD-Kandidatinnen in den Wahlkreisen aufstellen als 2012.“ dpa

Hannelore Kraft

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir 2017 noch mehr weibliche SPD-Kandidatinnen in den Wahlkreisen aufstellen als 2012.“

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will mehr Frauen für die SPD gewinnen. „Frauen ticken und denken anders. Und sie sind auch anders sozialisiert“, sagte Kraft dem Handelsblatt (Wochenendausgabe). „In der Politik und auch im unternehmerischen Bereich macht es Entscheidungen besser, wenn die Dinge aus mehreren Perspektiven beleuchtet werden.“ Dafür brauche es eben mehr Frauen – auch als Vorbild für andere.

Nordrhein-Westfalen als größter SPD-Landesverband will am Samstag unter dem Motto „Mehr Frauen für die SPD!“ auf einer Konferenz in Bochum darüber beraten, welche politischen Inhalte Frauen wichtig sind, wie sie gezielt angesprochen oder sogar zur Mitarbeit in der Partei bewegt werden können.

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„Natürlich müssen einige Rituale wie etwa die Sitzungskultur auf den Prüfstand“, gibt SPD-Vize Kraft zu. Einer SPD-Doppelspitze aus Mann und Frau erteilt sie jedoch erneut eine Absage: „Eine solche Regelung würde unsere praktische Arbeit eher erschweren als beleben.“

In der SPD selbst sind Frauen mit nur 32 Prozent noch deutlich unterrepräsentiert. Auch die vor 28 Jahren beschlossene Mindestquote von 40 Prozent Frauen für Funktionen und Mandate wird noch immer nicht überall erreicht. NRW hat vor zwei Jahren ein Pilotprojekt für die spezielle Ansprache von Frauen gestartet. „Die Botschaft ist in der SPD angekommen“, meint SPD-Vize Kraft. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir 2017 noch mehr weibliche SPD-Kandidatinnen in den Wahlkreisen aufstellen als 2012.“

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