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16.01.2009

14:38 Uhr

Hans-Peter Keitel

Neuer BDI-Präsident lobt Politik

VonKlaus Stratmann

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Start in sein neues Amt hat Hans-Peter Keitel sich nicht aussuchen können. Sie sind bekanntlich katastrophal. Doch der neue BDI-Präsident hat bei seinem ersten großen Auftritt vor der Hauptstadt-Presse den Mut, vor Pessimismus zu warnen.

Hans-Peter Keitel erntet für seinen ersten großen Auftritt als BDI-Präsident vor der Hauptstadtpresse gute Noten. Foto: dpa dpa

Hans-Peter Keitel erntet für seinen ersten großen Auftritt als BDI-Präsident vor der Hauptstadtpresse gute Noten. Foto: dpa

BERLIN. Schwarzmalerei sei seine Sache nicht, sagt der sturmerprobte Manager im "Haus der Deutschen Wirtschaft". Keitel bemüht sich um eine sehr sachliche Tonlage - und erntet für sein Debüt auf dem Berliner Parkett gute Noten.

Beim Wettlauf um die schlechteste Konjunkturprognose des Jahres werde der BDI nicht mitmachen, sagt Keitel. "Wir verzichten darauf, eine eigene Zahl in die Welt zu setzen. Katastrophenszenarien von minus vier Prozent sind nicht nur unwahrscheinlich, ich halte sie auch für fahrlässig."

Realistisch sei, dass die Wirtschaftsleistung in einer Größenordnung von zwei Prozent schrumpfen werde, sagt der neue Verbandschef. Und betont sogleich, dass dies nicht als eine Festlegung zu verstehen sei. Die Risiken seien noch immer nicht abzuschätzen. Bei dem groben Orientierungswert von zwei Prozent hat der BDI das zweite Konjunkturpaket bereits eingerechnet.

Keitel lobt die Bundesregierung. Das Konjunkturpaket komme zur rechten Zeit, die Schwerpunkte seien "zum größten Teil" richtig gesetzt. Nun nehme aber die Staatsverschuldung gewaltig zu. Deshalb müsse die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode eine verbindliche Schuldenbremse beschließen. "Und sie muss deutlich machen, dass es keinen Spielraum mehr gibt für weitere Pakete", betonte Keitel.

Bei der steuerlichen Entlastung habe man sich allerdings eine deutlichere Akzentuierung gewünscht. Das Paket sei in zu viele und zu dünne Scheiben geschnitten worden. "Am Ende hat wahrscheinlich keiner das Gefühl, wirklich mehr Wurst auf dem Brot zu haben", sagt der BDI-Präsident.

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