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01.05.2011

13:34 Uhr

Harte Bandagen

Gewerkschaft soll 60 Mitarbeiter kündigen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund mahnt gerne Versäumnisse in den Unternehmen an, gilt selber aber als schlechter Arbeitgeber. Jetzt sollen offenbar 60 Mitarbeiter entlassen werden. 

Streikender: Auch DGB-Mitarbeiter sind von Kündigungen betroffen. Quelle: dapd

Streikender: Auch DGB-Mitarbeiter sind von Kündigungen betroffen.

Dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stehen übereinstimmenden Medienberichten zufolge Entlassungen in den eigenen Reihen bevor. Das DGB-Bildungswerk schließe in den Standorten Hamburg und Bayern zwei seiner vier Häuser, berichteten die Nachrichtenmagazine „Focus“ und „Spiegel“ am Sonntag. Bis zu 60 Mitarbeiter würden ihre Arbeit verlieren.

Wie der „Spiegel“ berichtete, sind mit dem Vorgang schon drei Arbeitsgerichte befasst. Der Gesamtbetriebsrat des DGB Bildungswerks und die Geschäftsführung der 100-prozentigen DGB-Tochter haben sich demnach gegenseitig verklagt. Die Verfahren werden in Hamburg, München und Düsseldorf geführt.    Betriebsbedingte Kündigungen seien beim DGB durch eine Betriebsvereinbarung bis 2014 ausgeschlossen, berichtete der „Spiegel“. Alle Betriebsvereinbarungen des DGB gälten auch für das Bildungswerk. In diesem Fall wolle der DGB jedoch von der bisherigen Praxis abweichen und eine harte Linie fahren.  

Laut „Focus“ erhält das Bildungswerk vom DGB jährlich fünf Millionen Euro. DGB-Chef Michael Sommer wurde mit den Worten zitiert, er habe darum gebeten, die Möglichkeiten von Ersatzarbeitsplätzen zu prüfen. Aber er könne „niemandem eine Alternative garantieren“. Ausgleichsstellen im DGB sehe er nicht.

Von

dapd

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