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15.12.2014

13:37 Uhr

Hartz-IV-Rebellin

Hannemann und Hamburg schließen Vergleich

„Hartz-IV-Rebellin“ Inge Hannemann hat sich mit der Stadt Hamburg auf einen Vergleich geeinigt: Die frühere Jobcenter-Mitarbeiterin ist nach ihrer Aufsehen erregenden Kündigung wieder für die Stadt tätig.

Darf wieder für die Stadt Hamburg arbeiten: Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin und „Hartz-IV-Rebelin“ Inge Hannemann. dpa

Darf wieder für die Stadt Hamburg arbeiten: Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin und „Hartz-IV-Rebelin“ Inge Hannemann.

HamburgDie als „Hartz-IV-Rebellin“ bekanntgewordene Inge Hannemann und die Stadt Hamburg haben einen Vergleich geschlossen. Beide Parteien einigten sich am Montag vor dem Arbeitsgericht Hamburg darauf, dass die frühere Jobcenter-Mitarbeiterin künftig im Integrationsamt arbeitet.

Im Jobcenter Hamburg-Altona hatte sich Hannemann geweigert, Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose zu verhängen. Sie wurde daraufhin dort vom Dienst suspendiert und versetzt. Nun soll sich die 46-Jährige um die Integration Behinderter in den Arbeitsmarkt kümmern, bei gleichem Gehalt.

Der Rechtsstreit zwischen Hannemann, die auch für die Linke in der Bezirksversammlung Altona sitzt und bei der Bürgerschaftswahl im Februar 2015 kandidiert, ist damit noch nicht völlig vom Tisch. Es gibt eine weitere Klage, mit der sich Hannemann gegen ihre Suspendierung im Jobcenter wendet.

Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest. „Ich bin raus, weil ich Missstände öffentlich gemacht habe“, sagte Hannemann im Gerichtssaal. „Es wäre nichts passiert, wenn ich Dienst nach Vorschrift gemacht hätte.“ Sie solle mundtot gemacht werden. „Man lobt mich im Grunde weg.“

Von

dpa

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