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03.06.2014

07:26 Uhr

Hasselfeldt über CSU-Chef Seehofer

„Manchmal ist zu viel Testosteron im Spiel“

Ex-Parteichef Huber kann dem Führungsstil des amtierenden CSU-Vorsitzenden Seehofer nichts abgewinnen. Vor allem dessen Umgang mit dem Personal kritisierte er scharf. Die Landesgruppenchefin versucht zu beschwichtigen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer umarmt während einer Sitzung der CSU-Landesgruppe die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (l.) und die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt. dpa

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer umarmt während einer Sitzung der CSU-Landesgruppe die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (l.) und die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt.

MünchenIn der von Ex-CSU-Chef Erwin Huber neu losgetretenen Debatte über Zukunft und Führungsqualitäten von Horst Seehofer hat sich Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt erneut zu Wort gemeldet. Auf die Frage, wie sie den Umgang des Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten mit seinem Personal bewerte, sagte sie der „Saarbrücker Zeitung“: „Ich habe in meinem langen politischen Leben schon mit schwierigeren Männern zu tun gehabt. Manchmal ist vielleicht zu viel Testosteron im Spiel, aber ich finde, dass sein Umgang mit anderen medial etwas überspitzt dargestellt wird.“

Zugleich erneuerte sie ihre Aussage vom Vortag, dass es jetzt keinesfalls an der Zeit für CSU-interne Personaldebatten sei. Diese hatte der Ex-Parteichef Huber losgetreten. Via „Spiegel“ sagte er, dass die CSU jetzt die Weichen für die Zeit nach Seehofer stellen müsse. „Spätestens zur Bundestagswahl 2017 muss die neue Mannschaft stehen.“

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Hubers Interview war am Montag Gesprächsthema Nummer eins in der Partei. Auch deshalb, weil es kein normales Interview mit einem ehemaligen Parteichef ist, sondern ein Frontalangriff, eine Generalabrechnung mit Seehofer – als Person und Politiker. Beispiele: „Die Zeit der einsamen Ansagen ist vorbei.“ Oder: „Geradlinigkeit und Verlässlichkeit müssen zurückkehren. Wir müssen wieder Teamgeist pflegen, Entscheidungen gemeinsam treffen und uns nicht dem Diktat von oben unterwerfen.“ Oder: „Seehofer muss seinen Führungsstil der heutigen Zeit anpassen. Befehl und Gehorsam war der Stil des 19. Jahrhunderts.“ Oder: „Politik ist kein Schachspiel mit Menschen.“

Dass das Verhältnis zwischen Seehofer und Huber zerrüttet ist, ist bekannt. 2007 unterlag Seehofer dem Niederbayern bei der Wahl um das Amt des Parteivorsitzenden. 2008 aber, nach dem Verlust der absoluten Mehrheit und dem Aus für Huber und den gerade ein Jahr amtierenden Ministerpräsidenten Günther Beckstein, übernahm Seehofer das Ruder.

Kommentare (1)

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03.06.2014, 09:59 Uhr

Die CSU zerlegt sich immer weiter. Anstatt eine Vernunft und Verstand Politik zu betreiben fährt der Seehofer die gleiche Strategie wie Merkel...Opportunisten unter sich.
Diese opportune Verhalten hat z.b. dazugeführt, dass die CSU den Überblick über ein wirtschaftliches Stromversorgungssystem verloren hat. Anstatt sich gegen den Kernkraftausstieg zu positionieren und gegen diese Ethik-Merkel-Energiewende, springt man dieser Opportunen Mutti-Merkel auch noch zur Seite. Mit der Folge, dass die Wirtschaft, Siemens macht hier nur den Anfang, aus Bayern bzw. Deutschland abwandert. Und damit wandern zugleich gut bezahlte und hochentwickelte Industriearbeitsplätze aus Bayern ab. Dies hat zur Folge, dass die Basis (Wirtschaft) für den politischen und sozialen Wohlstand in Bayern und Deutschland wegbricht.
EEG/Energiewende abschaffen, damit wieder Vernunft und Verstand in die CSU einziehen kann.
ESM stoppen, damit wieder Vernunft und Verstand in die CSU einziehen kann.
Eine Absage an diese bundesweite grünsozialistische "Gutmenschen" Politik, damit wieder Vernunft und Verstand in die CSU einziehen kann.
Eine Absage an das Dogma eines "menschengemachten CO2-Klimawandel", damit wieder Vernunft, Verstand und ehrliche Wissenschaft, kaufmännische Gepflogenheiten und technisches Sachwissen in die CSU zurückfinden kann.

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