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10.08.2013

13:23 Uhr

Hauptstadtflughafen

Bund will Wirtschaftsexperten für BER-Aufsichtsratsvorsitz

Für den BER-Aufsichtsratsvorsitz werden laut Medienberichten mehrere Kandidaten gehandelt. Fest stehe: Der Bund will einen Wirtschaftsexperten. Das entscheidende Gremium tagt am Freitag – bis dahin wird spekuliert.

Unterstützung aus der Wirtschaft: Für den weiterhin unfertigen Flughafen BER in Schönefeld (Brandenburg) kann sich Verkehrsminister Peter Ramsauer einen externen Kontrolleur an die Spitze des Aufsichtsrates vorstellen. dpa

Unterstützung aus der Wirtschaft: Für den weiterhin unfertigen Flughafen BER in Schönefeld (Brandenburg) kann sich Verkehrsminister Peter Ramsauer einen externen Kontrolleur an die Spitze des Aufsichtsrates vorstellen.

MünchenDer Bund sucht nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ einen Wirtschaftsexperten, der beim Pannenflughafen BER den Vorsitz des Aufsichtsrates übernimmt. Kandidaten wären der scheidende Präsident des Bundesverbandes der Industrie, Hans-Peter Keitel, die Unternehmensberaterin und Luftfahrtexpertin Tanja Wielgoß oder der ehemalige Fraport-Chef Wilhelm Bender, berichtete das Magazin am Samstag vorab ohne Angaben von Quellen.

Verkehrsminister Peter Ramsauer hatte kürzlich gesagt, er halte es für denkbar, einen externen Kontrolleur an die Spitze des Aufsichtsrates zu setzen. Das Gremium tagt am kommenden Freitag.

Den Posten hat bislang Brandenburgs scheidender Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) inne. Er gibt das Amt des Regierungschefs Ende August auf und will dann auch den Chefposten im Aufsichtsrat verlassen. Sein designierter Nachfolger, der bisherige Innenminister Dietmar Woidke (SPD), will den Posten nicht übernehmen. Brandenburg wolle den zuständigen Staatssekretär Rainer Bretschneider als Nachfolger ins Gespräch bringen, berichtete „Focus“.

Zahlen und Fakten zum Hauptstadtflughafen BER

Gesamtkosten

voraussichtlich 4,3 Milliarden Euro (2012)

Gesamtmehrbelastung

1,2 Milliarden Euro

Verschiebungsbedingte Baumehrkosten

67 Millionen Euro

Bisherige Baumehrkosten

276 Millionen Euro

Mindereinnahmen durch Verschiebung der Eröffnung

230 Millionen Euro

Risikovorsorge

322 Millionen Euro

Lärmschutz

305 Millionen Euro

Startkapazität des neuen Flughafens

27 Millionen Passagiere

Fläche

1.470 Hektar (etwa 2.000 Fußballfelder)

Finanzierung

Bislang sind 3,36 Milliarden Euro gesichert, davon rund 2,4 Milliarden Euro aus Krediten, 430 Millionen Euro vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg, 531 Millionen Euro aus Eigenmitteln der Betreiber.

Der Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadt-Flughafen wurde bereits mehrfach verschoben; zur Zeit ist vollkommen unklar, wann der Airport in Betrieb gehen wird. Ein Termin werde erst nach der Bundestagswahl genannt, schrieb "Focus".

Von

afp

Kommentare (5)

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DanielBerlin

10.08.2013, 14:04 Uhr

Was für ein Kaspertheater? Aus dem gleichen Holz wie der Pfusch-Flughafen sind offensichtlich auch seine Manager.

bernardo

10.08.2013, 14:20 Uhr

Was wird nicht alles auf die Zeit nach der Bundestagswahl verschoben. Das wird ja lustig werden. Freue mich schon jetzt darauf...

Account gelöscht!

10.08.2013, 15:30 Uhr

Lieber umbauen und künftig die Love Parade da abhalten :)

Dreht sich doch eh alles nur um Party..

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